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POPCONNECTION - Interviews - Everlaunch: "Man trifft sich immer zwei Mal im Leben"
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Everlaunch

EVERLAUNCH

"Man trifft sich immer zwei Mal im Leben"
Datum: 11. August 2009 (E-Mail)
Interview: Jenny Schnabel
Foto: Pressefoto

Aus dem kleinen Örtchen Rothenburg irgendwo in Niedersachsen kommen Everlaunch. Auf zahlreichen Touren quer durch die Republik, darunter Supportshows für Bands wie Oasis, The Pigeon Detectives oder Polarkreis 18, haben sich die Jungs in den letzten zehn Jahren mit ihrem von britischen Einflüssen geprägten Sound einen überaus guten Namen als Live-Band erspielt. Dabei hat die Band stets alles selbst in die Hand genommen und organisiert.

Am 24. Juli erschien endlich ihr Debütalbum "Suburban Grace", das in der Musikpresse für Begeisterung sorgte und für das es von Ex-MTV-Moderator Markus Kavka lobende Worte gab. Höchste Zeit also, das niedersächsische Quartett einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Sänger Thorsten Finner hat uns dabei Rede und Antwort gestanden.



POPCONNECTION: Ihr habt gerade euer Debütalbum "Suburban Grace" raus gebracht. Seid ihr mit dem Album und den Reaktionen zufrieden?

Thorsten: Sowohl wir als Band als auch unser Label mightytainment sind mit den Feedbacks, die wir auf "Suburban Grace" bekommen sehr zufrieden. Das macht Laune und noch mehr Lust auf die kommenden Monate. Wenn man bedenkt, dass das gerade erst der Anfang ist. Es kommt die "Suburban Grace"-Tour und nach "Run Run Run" wird in Kürze bereits die zweite Single erscheinen... Es wird sicher noch die ein oder andere positive Überraschung in den nächsten Wochen geben!


POPCONNECTION: Ihr habt das Album mit dem Produzententeam Michael Hagel (u.a. Herbert Grönemeyer, Kettcar) und Timo Dorsch (u.a. Jan Delay, Radiopilot) aufgenommen. Wieso habt ihr euch für zwei Produzenten entschieden?

Thorsten: Weil es Sinn gemacht hat! Man versteht sich menschlich und musikalisch sehr gut. Und dass die beiden viel Erfahrung im Produzieren von poppigen Platten haben, kam uns nur zu Gute.


POPCONNECTION: Viele Köche verderben bekanntlich den Brei. Wie hat das bei euch im Studio funktioniert mit zwei Produzenten?

Thorsten: Michael hat sich hauptsächlich mit unseren Songs auseinander gesetzt und mit uns die Stärken der Nummern herausgearbeitet. Das war Ende 2006/2007. Im Frühjahr 2007 kam Timo dazu und hat nach und nach das Zepter in die Hand genommen und sowohl als Produzent und Engineer weiter an der Platte mit uns gearbeitet. Er ist letztendlich auch für den Mix von "Suburban Grace" verantwortlich.


POPCONNECTION: Ihr kommt aus Rotenburg, einem kleinen Ort in Niedersachsen. In eurer Presseinfo steht: "Der Titel 'Suburban Grace' beschreibt den Entstehungshintergrund des Albums perfekt." Stichwort: "Vorstadt-Tristesse". Könnt ihr das näher erläutern und inwiefern spiegelt sich diese "Vorstadt-Tristesse" auf dem Album wider?

Thorsten: Für uns war und ist das ständige Pendeln zwischen Rotenburg und Hamburg sehr wichtig und prägend und das spiegelt sich auch in Songs wie z.B. "Gravity" wider. Wir sehen es in gewisser Weise auch als Luxus an, die Stadt mit der nötigen Distanz betrachten zu können. Ich glaube, so nimmt man die Dinge viel konzentrierter wahr und kann länger von ihnen zehren. Das ist das schöne. Und so können wir in Ruhe auf dem Lande das Passierte in unser Musik verarbeiten. Und dass das Ganze am Ende nicht nach Vorstadt klingt und locker mit anderen großen Bands mithalten kann, die immer wieder betonen, dass sie aus Hamburg, Berlin, London oder Manchester kommen, hört man auf "Suburban Grace".


POPCONNECTION: Auf "Suburban Grace" gibt es drei Bonustracks - "Seesaw (Unwired Version)", "Picturefreak (Piano Version)" und "Gravity (Bohemian Groove Remix)". Wie seid ihr auf die Idee gekommen, die drei Songs des Albums noch mal in einer anderen Version aufs Album zu packen?

Thorsten: Mit der "Unwired Version" von "Seesaw" und der "Picturefreak (Piano Version)" wollten wir den totalen Kontrast zu den eigentlichen Album Versionen schaffen. Songs von Everlaunch funktionieren in jeder Form. Ob im großen Popgewand, als straighte Rocknummer oder eben als intime Version auf der Akustikgitarre oder dem Klavier. Und der "Bohemian Groove Remix" zu "Gravity" ist eine nicht ganz ernst gemeinte, dennoch nicht zu verachtend-eigenwillige Interpretation der Nummer.


POPCONNECTION: Kommen wir mal auf eure Musik zu sprechen... Wie würdet ihr eure Musik selbst beschreiben und wo liegen eure Einflüsse?

Thorsten: Wir hören alle gerne englischsprachige Bands, die ihre Zeit irgendwo zwischen den 50ern und heute gehabt haben bzw. haben.


POPCONNECTION: Ihr habt eine beachtliche Tourographie vorzuweisen und geht im Herbst wieder auf ausgedehnte Tour. Wie viele Auftritte spielt ihr im Jahr? Wie wichtig ist das Livespielen für euch?

Thorsten: Mit den Jahren hat es sich so eingependelt, dass wir im Frühjahr und Herbst für jeweils 20 Konzerte auf Tour gehen. Dazu noch diverse Festivals und Einzelshows. Das macht dann so ca. 50 Konzerte pro Jahr. Dieses Jahr werden es wohl noch einige mehr. Wir nehmen so viel mit, wie eben geht!


POPCONNECTION: Ihr wart im Februar Vorband von Oasis. Wie kam es dazu und wie war das für euch?

Thorsten: Der eigentliche Toursupport konnte/wollte die Show von Oasis in Düsseldorf nicht wahrnehmen. Da hat unsere Bookingagentur mightytunes nicht lange gezögert, ihre Kontakte spielen lassen und so waren wir im Rennen und kamen letztendlich in den Genuss vor ausverkauftem Haus in der Düsseldorfer Philipshalle Oasis zu supporten!


POPCONNECTION: Habt ihr die Herren Gallagher auch persönlich kennen gelernt?

Thorsten: Erfreulicherweise ja und ich als Nerd muss zugeben, dass die Gallagher-Brüder und das ganze Umfeld total zuvorkommend war und alles dafür getan hat, dass wir den Abend noch lange sehr positiv in Erinnerung haben werden.


POPCONNECTION: Als englisch-singende Indie-Band hat man es in Deutschland nicht gerade leicht. Wie seht ihr das?

Thorsten: Da stimme ich dir 100%ig zu. Und mitverantwortlich sind dafür nicht selten die großen Firmen hierzulande. Das mussten wir bei der Labelsuche oftmals am eigenen Leib feststellen. Viele von ihnen haben Angst, sind frustriert mit der derzeitigen Situation und erkennen oftmals nicht, welches Potential auch in einer englisch-singenden Band wie Everlaunch steckt. Aber wie heißt es so schön: man trifft sich immer zwei Mal im Leben...


POPCONNECTION: Stichwort: Eigeninitiative. In eurer Presseinfo steht, dass ihr seit jeher die Dinge selbst in die Hand nehmt. Wie hoch ist der Anteil der Dinge, die ihr selbst erledigt und wieso übernehmt ihr diese Dinge selbst?

Thorsten: Da wir ein sehr enges Umfeld haben und man sich persönlich mittlerweile auch sehr nahe steht, würde ich sagen, dass alle Dinge die mit uns zu tun haben, von der "Familie Everlaunch" selbst in die Hände genommen werden. Auch wenn wir eine externe Bookingagentur, Label, Management, Verlag, Vertrieb, etc. haben. Hier weiß jeder, was der andere tut. Und so können wir dann auch alle sehr zufrieden mit der jetzigen Situation sein.


POPCONNECTION: Wie betrachtet ihr selbst eure Entwicklung der Band in den letzten Jahren seit eurer Gründung?

Thorsten: Es ist ein ständiger Prozess, der viele schöne Momente mit sich bringt. Dadurch schöpfst du immer wieder Energie, um auch nach knapp zehn Jahren so motiviert zu sein, wie wir es sind.


POPCONNECTION: Auf was darf man sich in Zukunft bei euch freuen?

Thorsten: Wir freuen uns weiterhin auf viele positive Rückmeldungen der Leute, die "Suburban Grace" hören, die anstehende Tour "Suburban Grace"-Tour und das Video zur zweiten Single der Platte.


POPCONNECTION: Vielen Dank für das Interview!

Thorsten: Auch dir vielen Dank für deine Zeit. Man hört sich!


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