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POPCONNECTION - Im Interview - Pardon Ms. Arden: "Wir geben nicht vor aus dem UK zu kommen"
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Pardon Ms. Arden

PARDON MS. ARDEN

"Wir geben nicht vor aus dem UK zu kommen"
Datum: 30. Mai 2007 (E-Mail)
Interview: Jenny Schnabel
Foto: Pressefoto

Pardon Ms. Arden ist eine junge Band aus München, die uns ihre Definition von Brit-Rock "Made in Germany" um die Ohren haut, dass es im Gehörgang nur so klingelt. Ohne auch nur ein Demo verschickt zu haben, wurde die Band auf Grund ihrer Songs bei Myspace sofort für einen Gig im renommierten Münchener Club "Prager Frühling" gebucht. Es folgten Supportshows für namhafte Bands wie Hush Puppies, The Automatic, Nova International und Virginia Jetzt! Gerade hat das Münchner Trio mit "I bet You're Pardon Ms. Arden" ihr Debütalbum veröffentlicht, das sie bei Christian Höck in den berühmten Münchener Telstar-Studios aufgenommen haben. Höchste Zeit also, die Band in einem Interview einmal vorzustellen.



POPCONNECTION: Ihr habt euch im Sommer 2006 gegründet und seid im August 2006 prompt für einen Gig im Münchner Club "Prager Frühling" gebucht worden, ohne ein professionelles Demo veröffentlicht zu haben. Wie kam es genau dazu?

Nick: Das ist eine gute Frage... Eigentlich hatten wir ja nur zu unserem eigenen Vergnügen ein paar Demos gemacht, und diese – Web 2.0 sei Dank – einfach ins Internet gestellt. Irgendwann kurz danach kam dann eine E-Mail, in der wir gefragt wurden, ob wir denn nicht Lust hätten, ein Konzert zu spielen. Die Leute vom Prager Frühling fanden unser MySpace-Profil im Netz, und hatten sich wohl in unsere Songs verliebt... und schon war's soweit!


POPCONNECTION: Wie waren die Resonanzen an dem Abend? Wie viele Gäste waren ungefähr da?

Nick: Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, aber ich denke, es waren so etwa 70 Leute da, was für einen kleineren Club wie den Prager Frühling eine normale Zuschauerzahl ist. Und na ja... die Resonanz war so überwältigend, dass wir am selben Abend noch zwei weitere Gigs angeboten bekamen!


POPCONNECTION: Wieso habt ihr Euren Bandnahmen von "The Jukeboxers" in "Pardon Ms. Arden" geändert?

Nick: Der Name "The Jukeboxers" war von Anfang an als Übergangslösung gedacht, denn wir finden ihn nun nicht wirklich einfallsreich. Nach einem London-Trip, bei dem ein kleiner Zwischenfall in der U-Bahn mit einer Dame mit Namensschild passierte, war klar, dass wir unseren Namen in "Pardon Ms. Arden" ändern würden.


POPCONNECTION: Eure Musik klingt sehr britisch. Wo seht ihr eure musikalischen Einflüsse?

Nick: Da gibt es so viele. Aufgezogen wurden wir von unseren Eltern mit dem guten alten Kram aus den Fifties und Sixties, also Elvis, Everly Brothers, Beatles, Stones, Byrds, Kinks. Wir sind alle drei Oasis-Fans der ersten Stunde, und das ganze Rock-Revival und die Indie- und Rockbands der letzten 7 Jahre, wie die Strokes, Mando Diao oder The Libertines haben uns wohl am meisten beeinflusst.


POPCONNECTION: Wie entstehen Eure Songs?

Nick: Wir schreiben nur äußerst selten wirklich zusammen. Das liegt daran, dass ich meistens eher introvertierte Songs und Texte schreibe, die einfach zu intim wären, um sie vor Publikum entstehen zu lassen. Wenn die Songs dann erstmal fertig geschrieben sind, arbeiten aber alle drei am Arrangement und allem Weiteren mit und reißen mich aus meiner Introvertiertheit! Auch Tom (Bass, Backing Vocals) schreibt seine eigenen Songs, jedoch sind das leider nicht allzu viele, obwohl sein Kopf immer voll mit Ideen für Melodien und Texte ist. Ich würde mir wünschen, er würde es einfach öfter ernsthaft mit dem Songs schreiben versuchen! Den einzigen seiner Songs, den wir bisher aufnehmen konnten, kann man auf der "Disco Queen"-Single hören, er heißt "In & Out".


POPCONNECTION: Das Album wurde zum Teil im Telstar Studio in München von Christian Höck aufgenommen und von Bastian Hager in den Bluesbreak Studios gemischt und gemastert. Wie lief die Zusammenarbeit? Seid ihr mit dem Resultat zufrieden?

Nick: Im Telstar Studio aufzunehmen, ist wohl das Beste, was man tun kann, wenn man in unserem musikalischen Bereich unterwegs ist. Das ganze Studio sprüht nur so vor Inspiration! Chris Höck hat die Songs toll aufgenommen, er ist aber nicht nur in der Technik begabt, sondern vor Allem ein großartiger Musiker. Und genau das macht die Arbeit mit ihm so angenehm und produktiv, weil er genau weiß, wo wir hin möchten. Es steht mehr oder weniger fest, dass wir auch die nächste Platte mit ihm produzieren möchten. Bastian Hager hat die Platte großartig gemischt, sie klingt genau so, wie wir live klingen. Das auf Band zu bringen, ist für viele "klassische" Live-Bands wohl die schwierigste Aufgabe, und wir sind ihm sehr dankbar dafür, dass die Platte nun so tönt, wie sie eben tönt.


POPCONNECTION: Ihr habt euer Debütalbum bei "I Hate Music Records" herausgebracht. Wie kam der Kontakt zustande?

Nick: Wir kennen einige der Leute bei "I Hate Music" noch von früheren Bandprojekten. Das Label ist noch relativ jung. Wir sind also beide ein wenig ins kalte Wasser gesprungen, aber beide haben den Schritt bisher nicht bereut. Alles läuft klasse, und wir werden uns demnächst mit den Verantwortlichen zusammensetzen und über die Zukunft reden.


POPCONNECTION: Derzeit bringt Bayern ziemlich viele gute Gitarrenbands hervor. Wie beurteilt ihr die Bayrische Musiklandschaft momentan?

Nick: In München gibt es schon seit ein paar Jahren eine stetig wachsende Gitarrenszene, die abseits vom großen Muckertum und teurem Equipment-Quatsch agiert, sondern sich einfach auf gute Songs und Attitüde konzentriert. Schön ist, dass sich das jetzt auf den ganzen Freistaat auszuweiten scheint. Was Bayern angeht, sind wir alle drei schon patriotisch veranlagt. Und es ist toll zu sehen, dass man nicht nach Hamburg, Köln oder Berlin gehen muss, um gute Gitarrenbands in Deutschland zu finden.


POPCONNECTION: Ich hab immer das Gefühl, in Deutschland ist man, was heimische Bands angeht, die britisch-klingende Musik machen, nicht gerade aufgeschlossen. Wie seht ihr das?

Nick: Das sehen wir zum Teil genauso. Ja, es gibt diese Szene, in der die meisten sehr tolerant sind und sich wenig darum kümmern, wo die Band herkommt. Aber es gibt auch solche, die einem dann Falschheit unterstellen und dann mit so einem Schwachsinn daherkommen, dass wir nicht "real" seien. Was soll das heißen? Ich stelle mich ja schließlich nicht hin und singe über die London Docks und wie schwer der Alltag dort ist. Wir geben nicht vor, aus dem UK zu kommen, aber es passiert regelmäßig, dass wir für eine britische Band gehalten werden. Ich sehe das aber als Kompliment, und wer damit dann nicht klarkommt, dass wir eben aus Bayern kommen, der soll es eben einfach lassen. Vielleicht sollten wir immer vorgeben, wir wären aus dem UK. Britische Vorfahren habe ich immerhin... aber was würde das ändern? Leute, die sich daran aufhängen, wo die Band herkommt, und nicht daran, wie sie klingt, beschäftigen sich meiner Meinung nach zu viel mit den Personen und zu wenig mit der Musik.


POPCONNECTION: Welche Pläne habt ihr für die Zukunft?

Nick: Wir wollen dieses Jahr noch so viele Gigs wie möglich spielen, am liebsten in ganz Deutschland. Die Planungen laufen bereits auf Hochtouren. Besonders freuen wir uns auf den Festivalsommer, denn da werden wir unseren bisherigen Publikumsrekord mit Sicherheit brechen! Des Weiteren werden wir im Herbst und frühen Winter unser zweites Album aufnehmen, dass im Frühjahr 2008 veröffentlicht werden soll.


POPCONNECTION: Vielen lieben Dank für das Interview!

Nick: WIR danken!


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