POPCONNECTION
NEWS
REVIEWS INTERVIEWS KONZERTE FEATURES KÜNSTLER A-Z
POPCONNECTION - Im Interview - The Rifles: "We're Pop and fuckin' british!"
Home » Interviews » The Rifles: "We're Pop and fuckin' british!"
INTERVIEWS
The Rifles

THE RIFLES

"We're Pop and fuckin' british!"
Datum: 13. April 2009 (München)
Interview: Andreas Kussinger
Foto: Pressefoto

The Rifles, zweifelsohne eine der vielversprechendsten britischen Bands der vergangenen Jahre, sind derzeit in Deutschland unterwegs, um ihr zweites Album "The Great Escape" zu bewerben. Am vergangenen Montag waren die vier Briten in München zu Gast. Nach einem schweißtreibenden Konzert haben wir Joel Stoker, Luke Crowther, Rob Pyne und Grant Marsh Backstage getroffen. Etwas erschöpft, aber glücklich und beseelt angesichts der tollen Show, die sie Minuten zuvor abgeliefert haben.



POPCONNECTION: Hallo, gratuliere, großartiger Gig. Und ich wünsch euch natürlich Frohe Ostern!

Luke: Oh, danke! Wünschen wir dir auch! Hier, ein Osterei für dich, ein kühles Bier!


POPCONNECTION: Vielen Dank! Gestern hattet ihr einen Tag Tourpause. Während des Konzertes habt ihr schon erwähnt, dass ihr schon gestern angereist seid und ihr habt München zu eurer Lieblingsstadt in Deutschland erklärt. Was begeistert euch so an München?

Joel: Oh ja, es war wunderbar. Wir sind gegen Mittag in München angekommen und sind dann in den großen Stadtpark, den Englischen Garten, gegangen. Ein wunderbarer Ort! Abends sind wir dann ins Atomic Café, wirklich toll.

Rob: München ist wirklich eine tolle Stadt, alles ist so sauber! Gut, sehr sauber ist es überall in Deutschland, aber in München ist es noch extremer. Und der Englische Garten ist ein überwältigend schöner Anblick. Wir waren zwar schon öfter in München, aber noch nie im Park. Das hat uns echt vom Hocker gehauen!


POPCONNECTION: Seid ihr soweit zufrieden mit der Tour? Wie ist das Feedback des Publikums auf eure neuen Songs?

Joel: Es ist phantastisch! Wir sind wirklich sehr zufrieden.

Grant: Besonders heute hat es riesig Spaß gemacht. Wir waren ein bisschen besorgt, weil wir ganz schön fertig waren von gestern Nacht, aber pünktlich zum Konzertbeginn war die Müdigkeit weg.

Luke: Deutsche Fans sind unglaublich. Schon wenn wir auf die Bühne kommen drehen sie vollkommen durch. Ab dem ersten Song tanzt die ganze Halle. Das macht uns die Arbeit wirklich leicht. Immer wieder eine große Freude, hier zu spielen. Ihr Deutschen seid echt klasse, wir werden jedes Mal sehr herzlich aufgenommen.

Joel: Und die neuen Songs kommen wirklich sehr gut an! Wenn man ein Album aufnimmt weiß man nie so recht, ob die Songs auch live funktionieren werden. Aber schon bei unserer Tour im vergangenen Herbst lief es ziemlich gut. Das Album war noch nicht einmal draußen, und trotzdem haben die Fans mitgesungen als könnten sie jeden Text auswendig. Verrückt!


POPCONNECTION: Ihr habt in ein paar Interviews die neue Platte erwachsener genannt. Was genau meint ihr damit?

Luke: Das darfst Du nicht falsch verstehen, wir meinen nicht, dass es jetzt Musik für Erwachsene ist. Wir als Band haben uns einfach weiter entwickelt seit unserem ersten Album. "No Love Lost" war ein typisches Debütalbum. Jung, frisch, wir haben einfach drauf los gespielt. "The Great Escape" ist in dieser Hinsicht ein reiferes Album.

Joel: Die Texte und auch die Songs an sich sind einfach reifer, ausgefeilter. Wir werden schließlich auch älter und mit der Zeit etwas klüger.

Luke:(lacht) Naja, darüber kann man streiten, ich hab das Gefühl, wir werden eher immer dümmer, aber das müssen wir hier nicht weiter ausführen.


POPCONNECTION: Du hast gerade die Texte angesprochen. Die interessanteste Geschichte verbirgt sich hinter "The General". Joel, wie bist du auf die Idee gekommen, einen Song über Mike Tyson zu schreiben?

Joel: Der Song handelt von "Ein Abend mit Mike Tyson", eine Veranstaltung, zu der man hingeht und viel Geld dafür bezahlt, dass man Mike Tyson gegenüber sitzt, während dieser von seinem Leben erzählt. So etwas machen wirklich nur Leute am Ende ihrer Karriere, wenn sie irgendwie an Geld kommen müssen. Und das mit, wie alt wird er wohl sein, 50? Es ist schon sehr traurig, jemanden wie ihn, ein Idol unserer Kindheit, abgehalftert und ziemlich am Ende auf einer Kleinstadttour zu treffen.


POPCONNECTION: Ihr habt dieses Mal mit zwei Produzenten gearbeitet, Dave McCracken und Stan Kybert. Wie kam es dazu?

Joel: Nun, zunächst haben wir uns an Dave gewandt, weil er sehr viel für Ian Brown gemacht hat. Wir dachten, das passt gut zu unseren Songs und bringt uns in eine etwas andere Richtung. Die Zusammenarbeit war sehr gut und wir haben einige Stücke aufgenommen, haben dann aber festgestellt, dass es ein bisschen zu viel Veränderung war. Wir haben dann mit Stan ein paar weitere Aufnahmen gemacht und schließlich aus Beiden Sessions das Beste genommen.

Luke: wir haben die Songs immer mit dem Produzenten aufgenommen, dessen Stil am besten zu dem jeweiligen Stück passt, und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.


POPCONNECTION: Stimmt es, dass Paul Weller euch den Tipp für den richtigen Produzenten gegeben hat? Habt ihr nach wie vor regelmäßig Kontakt zu Paul?

Joel: Oh ja, wir stehen nach wie vor in engem Kontakt mit Paul Weller. Stimmt, den Tipp mit Dave gab uns Paul. Er meinte "wenn ihr einen richtig guten Live-Produzenten sucht, dann ist Dave euer Mann". Er hat Paul Weller's "As Is Now" produziert.


POPCONNECTION: Wie würdet ihr euren Stil beschreiben? Oder anders gesagt – nervt es euch, immer in die Brit-Pop Schublade gesteckt zu werden?

Grant: Ich würde unsere Musik nicht unbedingt Brit-Pop nennen. Schwierige Frage.

Luke: Alles einfach Brit-Pop zu nennen ist einfach fauler Musikjournalismus. Es gibt gar nicht so viele Bands, die wirklich mit unverkennbar englischem Akzent singen. Wir singen mit Akzent, und deshalb klingen wir sehr englisch, würde ich sagen. Natürlich sind wir Brit-Pop. Beides, wir sind Pop und verdammt britisch! (Anm. d. Verf.: eigentlich im Original 100 mal geiler: We're Pop and fuckin' british!)


POPCONNECTION: Wie geht es weiter bei euch? Was erwartet ihr vom Jahr 2009?

Luke: Noch viele Konzerte in Deutschland hoffe ich!

Grant: Wir werden viel unterwegs sein, ein paar Festivals spielen, in Deutschland zum Beispiel Rock am Ring!

Joel: Ja und Ende 2009 dann hoffentlich ein neues Album machen. Mal sehen, wie weit wir damit in diesem Jahr noch kommen. Wir dürfen keine Lücke entstehen lassen, es muss immer weiter gehen.


POPCONNECTION: Oh, ihr plant schon das nächste Album? Das geht ja schnell. Habt ihr schon wieder so viel Material zusammen?

Luke: (lacht) Ach nein, überhaupt gar nichts! Aber hey, wir dürfen uns keine Pause leisten. Wir sind eine hungrige Band!

Joel: Ein paar Ideen haben wir aber schon. Du kannst sehr gespannt darauf sein!


POPCONNECTION: Das bin ich! Gut, die nächsten warten schon, wird hoffentlich kein allzu langer Arbeitstag mehr für euch. Vielen Dank, dass ihr euch noch Zeit für das Interview genommen habt. Viel Spaß morgen in Frankfurt und auf der restlichen Tour!

Luke: Sehr gerne! Schön, dass du so spät noch Zeit hattest. Cheers!


Mehr zu The Rifles auf POPCONNECTION

SUCHE
A B C D E F G
H I J K L M N
O P Q R S T U
V W X Y Z 0-9 #
AKTUELLE INTERVIEWS

we_path

William McCarthy

we_path

Nada Surf

we_path

Waxahatchee

we_path

JAPANDROIDS

we_path

DIAGRAMS

we_path

THEES UHLMANN
ZUFÄLLIG SCHON GELESEN?

we_path

EIGHT LEGS

we_path

OASIS

we_path

PARDON MS. ARDEN
myspace_de twitter_de facebook
INTERN EXTERN
Kontakt Facebook
Impressum last.fm
   © 2017 Popconnection.de | Das Online-Magazin für alternative Popmusik | CMS by webEdition