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POPCONNECTION - Im Interview - Rocket Uppercut: "Wir machen keinen Riot-Girl-Punk"
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Rocket Uppercut

ROCKET UPPERCUT

"Wir machen keinen Riot-Girl-Punk"
Datum: 17. Juni 2007 (E-Mail)
Interview: Jenny Schnabel
Foto: Stephan Scherer

Rocket Uppercut sind Bianca Haslbeck (Vocals, Keyboards), Kevin Ippisch (Gitarre, Backing Vocals), Mäx Mühlbauer (Bass) und Melanie Westermeier (Drums). Die Band aus Regensburg setzt auf verzerrte Gitarren, lauten Gesang und englische Texte und bezeichnet ihren Stil selbst als "Indie-Noise-Rock". Vor kurzem haben Rocket Uppercut einen Plattendeal bei "Modern Noise" unterzeichnet, wo am 06. Juli 2007 ihr Debüt-Album "This Beautiful Tragedy" erscheinen wird.

Wir haben mit Bianca und Mäx ein Interview gemacht, die uns Rede und Antwort gestanden haben.



POPCONNECTION: Seit dem letzten Interview mit euch ist ja einiges passiert. Ihr habt in der Zwischenzeit einen Plattendeal bei "Modern Noise" unterschrieben. Wie kam es denn dazu?

Bianca: Wir waren wegen der Beck's-on-Stage-Sache in einem Regensburger Stadtmagazin. Da das Label nicht weit weg von hier beheimatet ist, haben sie die Zeitung in die Hände bekommen und den Artikel gelesen. Sehr viele E-Mails und sehr viel Kaffee später wurde die Zusammenarbeit endgültig beschlossen.


POPCONNECTION: Euer Debüt-Album "This Beautiful Tragedy" ist bereits Ende April in UK über Filthy Little Angel Records veröffentlicht worden. Wieso ist das Album zuerst im Ausland erschienen und nicht in Deutschland? Eigentlich ist das ja eher andersrum.

Bianca: Vorneweg: Der UK-Release-Termin wurde nochmals verschoben, und zwar auf den 18. Juni. Die Entscheidungen über die Veröffentlichungstermine wurden von den beiden Labels völlig unabhängig voneinander gefällt, es steht also keine Absicht dahinter. Das Releasedate in Großbritannien wurde ja bereits festgesetzt, als der Labeldeal in Deutschland noch gar nicht feststand.


POPCONNECTION: Es gab auch schon erste Radio-Airplays in den USA, England und Schweden. Wie ist ansonsten das Medienecho im Ausland bislang auf eure Musik?

Mäx: Es gibt aus dem Ausland viel positives Echo. Die Briten reviewen unser Album meist mit sehr großer Begeisterung, was uns natürlich sehr freut. Ein US-Label nimmt unseren Song "Smashing On Love" auf seinen Sampler drauf, der hauptsächlich in Kalifornien vertrieben wird. Wir werden in Zukunft mit Stolz behaupten können, dass wir es schon sehr früh nach Hollywood geschafft haben! ;-) Außerdem spielen wir vielleicht im Herbst in Schweden und in Tschechien.


POPCONNECTION: "This Beautiful Tragedy" erscheint am 06. Juli nun auch hier. Gab's vorab schon erste Resonanzen von Seiten der Medien?

Mäx: Ja, einige Online-Magazine haben das Album schon vorher reviewt. Die Resonanzen sind überwiegend positiv mit ein paar Ausnahmen. Die schlechten Kritiken kamen aber eher von Redaktionen, die normalerweise über Metal, Gothic oder Punk schreiben. Die Promo läuft halt mittlerweile über eine Promotion-Agentur und geht somit an ein viel breiteres Spektrum an Medien. Da ist es natürlich selbstverständlich, dass unser Sound nicht nur positiv aufgenommen wird. Da aber die Kritik bis jetzt hauptsächlich wohlwollend ausgefallen ist, fühlen wir uns natürlich auch bestärkt in dem, was wir tun.


POPCONNECTION: Aufgenommen habt ihr das Album zusammen mit Alaska Winter und Bastian Keller. Wie lange haben die Aufnahmen jetzt insgesamt gedauert?

Mäx: Wir waren für drei längere Recording-Sessions im Studio und dann noch ein paar Tage zum Mischen. Die Zeit hat sich zwar von Januar bis Herbst 2006 verteilt, aber insgesamt waren es wohl so um die fünf Wochen, bis alles im Kasten war.


POPCONNECTION: Bei meiner Recherche tauchte im Zusammenhang mit eurer Musik der Begriff "Riot Girl" auf. Wie seht ihr das selbst? Ein Begriff, mit dem ihr euch identifizieren könnt oder den ihr eher ablehnt?

Bianca: Es ist ein Begriff, mit dem wir uns nicht identifizieren. Wir machen keinen Riot-Girl-Punk. Melli und ich sind auch nicht der Typus Mädchen, der als "Riot Girl" durchgeht. Außerdem würde das heißen, dass die beiden Jungs nur Statisten sind, um unser "Frauending" zu unterstützen. Der Begriff wird wohl oft verwendet, weil viele mit Frauen in der Rockmusik sonst nicht viel anfangen können und zwanghaft nach einem Image suchen, das die Frauen in der Band beschreibt. Aber wir finden den Begriff für uns nicht unbedingt passend.


POPCONNECTION: Ihr ward dieses Jahr beim Beck's Band Battle dabei und habt in Nürnberg den zweiten Platz gemacht. Ist man da nicht etwas enttäuscht, dass man so knapp dran vorbei geschrammt ist oder ist es für euch schon wichtig genug, dass ihr's bis ins Finale geschafft habt?

Bianca: Klar hätten wir das Ding gerne gewonnen, wer nicht? Allerdings finden wir im Nachhinein sogar ein bisschen, dass der ganze Contest etwas überbewertet wurde und auch dieser Wettbewerbscharakter ist eigentlich nicht unser Ding. Auf Rock im Park zu spielen heißt ja nicht gleich, dass man zwei Wochen später den großen Durchbruch schafft.


POPCONNECTION: Wie war das Konzert für euch?

Bianca: Das Konzert bei Beck's on Stage war eine tolle Sache. Wir hatten so viele Zuschauer wie noch nie, und da es ja auf die Publikumswertung ankam, sind die Leute auch dementsprechend ausgeflippt. Das war schon toll! Der Moderator des Abends meinte im Vorgespräch, dass wir uns während des Konzerts dann wohl ein wenig wie Robbie Williams fühlen würden. Ein bisschen was war da schon dran!


POPCONNECTION: Ihr hattet ja sogar extra einen Fanbus für das Konzert organisiert...

Mäx: Ja, das war eine lustige Sache, aber auch nötig, weil unsere Fans ja den weitesten Anreiseweg hatten. Auf uns machte es den Eindruck, dass uns die Fahrt geholfen hat, weil sich die Leute auf dem Weg nach Nürnberg schon gegenseitig etwas hochschaukeln konnten, was der Stimmung beim Konzert sicherlich sehr zuträglich war.


POPCONNECTION: Wie sehen eure restlichen Pläne für 2007 aus? Ihr werdet im Herbst einen Gig in England spielen. Sind weitere Gigs im Ausland geplant?

Mäx: Wir planen ja eigentlich, dass es eine kleine UK-Tour wird. Nur steht bislang bloß der eine Gig fest, die restlichen folgen noch. Zwei Schweden-Gigs sind in der Schwebe, außerdem waren wir kürzlich zum ersten Mal in der Schweiz. Tschechien und Österreich als Nachbarländer sind natürlich auch noch nahe liegend und wir werden uns bemühen, dort auch bald auf der Bühne zu stehen! Des Weiteren stehen noch zwei Festival-Termine im Sommer an. Im Herbst/Winter touren wir natürlich auch wieder ausgiebig durch die deutsche Club-Landschaft.


POPCONNECTION: Vielen lieben Dank für das Interview!

Bianca und Mäx: Wir haben zu Danken!


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