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POPCONNECTION - Konzerte - Kula Shaker - 17. Oktober, Prime Club, Köln
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Kula Shaker - 17.10.2007, Prime Club, Koeln

KULA SHAKER

17. Oktober 2007, Prime Club, Köln
Autor: Claudia Gleede
Foto: Jenny Schnabel

Ehrlich gesagt, wusste ich nicht, was mich erwarten würde. Denn wie es schien hatte jeder außer mir schon einmal in den 90ern das Glück gehabt, Kula Shaker live zu erleben und für genial zu befinden. Doch ich nutzte meinen Vorteil und ließ das, was mich erwartete ohne Vergleiche auf mich einwirken – und es war großartig.

Mit der gleichen Herzlichkeit, mit der uns Crispian Mills am Nachmittag zum Interview empfing, begrüßte er auch das Publikum im restlos ausverkauften Kölner Prime Club. Schien das Warten vor dem Beginn der Band noch so langwierig (als wären sieben Jahre Abstinenz nicht genug...), war mit den ersten Tönen jeglicher Überdruss verschwunden. Denn direkt mit dem Opener "Sound of Drums" versetzten Kula Shaker das Publikum in eine außergewöhnliche Stimmung. Und diese sollte sich in eine annähernde Euphorie verwandeln als sich "Hey Dude" direkt daran anschloss. Bei diesem wie auch den darauf folgenden Songs zeigten sich die deutschen Fans unheimlich textsicher und geizten nicht mit Applaus. Sänger Crispian Mills erklärte dafür nach jedem Song seinen Respekt mit einem lächelnden "Dankeschön, Baby".

Das Auftreten der gesamten Band wirkte souverän und mehr als überzeugend. Man erkannte schon an der Wahl der Kleidung, dass jeder in der Band ein eigener Typ ist: Crispian Mills in enger Jeans mit Hippie-Kette, blauem Shirt, schwarzer Weste und überdimensionalem "Jerry"-Button; Keyboarder Harry Broadbent im weißen Zweiteiler mit Sneakern; Bassist Alonza Bavon im eleganten braunen Anzug mit Hut und Schlagzeuger Paul Winterhart im schlichten Shirt mit Aufdruck "I am on drums". Doch trotz der erkennbar verschiedenen Aufzüge harmonieren diese vier Jungs bewundernswert gut und ergänzen sich gegenseitig zu einer charmanten Band. Sie wirken wie alte Profis auf einem "Heimspiel", die nie die Begeisterung für ihre Sache verloren haben. Während des gesamten Auftritts lächeln sie sich gegenseitig unentwegt an und werfen sich einander bedeutungsvolle Blicke zu. Als Ausgangspunkt und Zentrum aller Blicke bewegt sich Frontmann Crispian Mills gekonnt in der Mitte. Und alle Zweifel, dass der Gig am Abend vorher in Amsterdam ihm die Kraft geraubt haben könnte, verfliegen mit seiner brillanten Stimme am Mikrofon und der herumwirbelnden Performance an der Gitarre. Darüber hinaus merkt man, dass es ihm nicht nur darum geht die neuen Songs wie "Second Sight", "Dr. Kitt" oder "Out On The Highway" dem Publikum näher zu bringen, sondern auch mit alten Songs wie "Tattva", "Hush" oder "Shower Your Love" das Publikum in helle Begeisterung zu versetzen. Nachdem er bei "303" alles gegeben hat kann man sogar erkennen, wie er beschämt und gleichzeitig erfreut kurz andächtig nach unten schaut, um sich dann wieder mit vollem Elan den Fans zu widmen.

Es ist, als würde zwischen Publikum und Band eine Abhängigkeit bestehen. Das Publikum hat jahrelang voller Vorfreude auf diese Wiederkehr gewartet und die Band lobt die Treue mit einer einzigartig stimmigen Leistung. Und je mehr sich die Menge einfühlt, desto beeindruckender wird der Auftritt. Als der überfüllte Prime Club nach 16 Songs und der Zugabe immer noch die Klänge des Klassikers "Govinda Jaya Jaya" singt, kommen Kula Shaker sogar noch einmal auf die Bühne, um eine zweite Zugabe zu geben – obwohl Crispian beteuert nicht mehr Songs im Repertoire zu haben. "Peacefrog" und "108 Battles" bilden den Abschluss eines insgesamt sehr schönen und beeindruckenden Abends.


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