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POPCONNECTION - Konzerte - New Order - 11. November 2015, Tempodrom, Berlin
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New Order

NEW ORDER

11. November 2015, Tempodrom, Berlin
Autor: Jenny Schnabel
Foto: Nick Wilson

Bei ihrem deutschlandweit einzigen Konzert im ausverkauften Tempodrom in Berlin stellen die britischen Pop-Veteranen von New Order ihr neues Album "Music Complete" vor und beweisen mit einer grandiosen Show, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören.

"Please Welcome New Order." Das Licht geht aus. Die Lichtanlage wird angeschmissen. Blaue Scheinwerfer bohren sich zu den Klängen des Intros durch das Tempodrom. New Order betreten die Bühne und beginnen die Show mit "Singularity" von ihrem neuen Album "Music Complete". Im Hintergrund flackern Bilder des West-Berlins der 80er Jahre über fünf Leinwände, während sich davor weiße Laser kreuzen. In schnellen Sequenzen schaut das Publikum die Vergangenheit der Hauptstadt. Mauer, Grenzsoldaten, Demonstranten, Polizisten, Love Parade. Das Material stammt aus dem kürzlich veröffentlichten Dokumentarfilm "B-Movie" um den New-Order-Gefährten und Factory-Beauftragten für Deutschland Mark Reeder.

Nach dem Auftakt kommt "Ceremony" gefolgt von "Crystal". Der Song aus dem Jahr 2001 wird vom Publikum von der ersten bis zur letzten Silbe mitgesungen und es verbreitet sich eine Tanzlaune bei den Anwesenden. Sie stehen von ihren Sitzplätzen der Ränge auf und beginnen zu tanzen. Zwischen Gestern und Heute. Zeitlos. Euphorisch. Ob sich das Publikum Ü50 oder U30 bewegt, macht dabei keinen Unterschied. Großen Applaus gibt es für die Klassiker "5 8 6", "Bizarre Love Triangle", "True Faith" und "Temptation". Viele Stücke werden an diesem Abend besonders gespielt, mal mit langen instrumentalen Passagen, mal mit einer partyorientierten Tanzbarkeit wie "Waiting For The Sirens' Call". Sogar die schwächeren Songs von "Music Complete" wie "Tutti Frutti" funktionieren live gut, besser als auf der Platte. New Order feuern an diesem Abend nicht nur musikalisch ein Feuerwerk ab, sondern auch in Punkto Licht-Show. Eine großartige Kombination aus Projektionen, LEDs, Lasern und Spots. Universell auf jeden einzelnen Song abgestimmt. Bernard Sumner und Co. treten hinter dem visuellen Beiwerk fast in den Hintergrund.

Viele Worte verliert Bernard Sumner nicht, zeigt sich aber dennoch von seiner gut gelaunten Seite. Er tanzt, animiert das Publikum zum Mitklatschen und hat offenbar wirklich Spaß an der Sache. Und als der Sänger nach "Temptation" mit den Worten "Ich bin kaputt" von der Bühne verschwindet, nimmt man es ihm nach 100 Minuten Spielzeit nicht übel. Schließlich wird der Mann im Januar 60. Doch an Ruhestand ist bei ihm wohl noch lange nicht zu denken und an Schluss für heute auch nicht. Die ersten beiden Zugaben sind eine Hommage an Joy Division: "Atmosphere" und "Love Will Tear Us Apart". Die Worte "Forever Joy Division" laufen im Hintergrund über die Leinwand und es ist eine Fotografie von Ian Curtis zu sehen. Das Publikum jubelt. Auch, wenn die Version von New Order natürlich nicht an das Original von Joy Division rankommt, so ist es dennoch eine berührende Verneigung vor Joy Division und Ian Curtis. Den krönenden Abschluss des Abends macht "Blue Monday". Da kann wirklich niemand mehr still stehen und selbst diejenigen, die bislang noch auf den Rängen saßen, erheben sich von ihrem Sitzplatz. Der ganze Saal tanzt. So wird dieser Schlusssong noch einmal zu einem weiteren Höhepunkt eines großartigen Abends.


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