POPCONNECTION
NEWS
REVIEWS INTERVIEWS KONZERTE FEATURES KÜNSTLER A-Z
POPCONNECTION - Reviews - Architecture In Helsinki - Places Like This
Home » Reviews » Achitecture In Helsinki - Places Like This
REVIEWS
Architecture In Helsinki - Places Like This

ARCHITECTURE IN HELSINKI

Places Like This
VÖ: 10. August 2007
Label: V2 Records
Autor: Axel Schinkel

Auf ihrem dritten Album "Places Like This" geben sich die Australier von Architecture in Helsinki größte Mühe ihr Schaffen der vorangegangenen Alben weiter zu treiben und dabei noch bunter, abwechslungsreicher, verrückter und vor allem chaotischer vorzugehen als beim Vorgänger.

Dem Opener "Red Turned White" gelingt es einen nahtlosen Übergang von "In Case We Die" zu schaffen. Auch der zweite Song "Heart It Races" schließt mit Synthie-Drums und Steeldrum-Imitationen relativ erwartet an, bevor der wohlklingende Eindruck in "Hold Music" dahin ist. Was anfangs noch stark an kreative Auswüchse à la Modest Mouse erinnert, endet schließlich in einem Soundtrack für einen Spielplatz. Allerdings muss dieser Spielplatz wohl erst noch erfunden werden: Einzig und allein für hyperaktive Kinder auf Speed, an jeder Ecke wachsen Pilze, an der Schaukel wird von Fozzie-Bär und Gonzo persönlich angeschoben und wenn man Glück hat darf man sogar mal mit Spongebob um die Wette rutschen, bevor man von Miss Piggy eine kühle Limonade eingeschenkt bekommt. Welch ein Spaß!

Dieser Eindruck wird die ganze CD aufrecht erhalten und sogar noch verstärkt. Nur "Underwater" sticht heraus und klingt tatsächlich so ruhig wie es der Titel vermuten lässt. Die einzige Entspannungspause bis es bei "Like It Or Not" nach 30 Sekunden wieder rauf auf's Klettergerüst und mit Anlauf in Hüpfburg geht. Was auf dem letzten Album noch sympathisch und auf positive Art und Weise abgedreht wirkte ist nun nur noch nervig. Stilistisch gehen sie zwar immer noch in Richtung 60’s und 80’s beeinflusstem Bubblegum-Pop mit Punk-Beilage, aber dieser CD fehlen leider die netten Pop-Songs wie "It's 5", "Do The Whirlwind" oder "The Cemetery". Stattdessen wirkt es hier erzwungen verrückt und nur ab und zu scheint verzückelt durch, wozu Architecture in Helsinki eigentlich fähig sind. Aber vermutlich wollen sie nicht zu den australischen Belle and Sebastian werden und schreien laut auf und springen wie wild umher, wenn jemand von ihnen verlangt, dass sie ihre Hausaufgaben machen sollen bevor sie auf den Spielplatz dürfen.

Wer allerdings mit den vorangegangenen Alben hundertprozentig zufrieden war, dem wird auch das neueste Werk der Australier gefallen. Mir persönlich fehlt es sehr an weniger überladenen Songs und ich kann nur hoffen, dass sie im Laufe der Jahre, vielleicht schon auf dem nächsten Album, etwas ruhiger und übersichtlicher ihrem Handwerk nachgehen.


Mehr zu ARCHITECTURE IN HELSINKI 
Leider keine weiteren Artikel vorhanden.

SUCHE
A B C D E F G
H I J K L M N
O P Q R S T U
V W X Y Z 0-9 #
AKTUELLE REVIEWS

we_path

Japandroids
Near To The Wild Heart Of Life

we_path

Eagulls
Ullages

we_path

Travis
Everything At Once

we_path

SOPHIA
As We Make Our Way (Unknown Harbours)

we_path

FRIGHTENED RABBIT
Painting Of A Panic Attack

we_path

THE LAST SHADOW PUPPETS
Everything You've Come To Expect
ZUFÄLLIG SCHON GELESEN?

we_path

OWEN PALLETT
Heartland

we_path

PALESTAR
Mind The Landscapes

we_path

CLOUDBERRY
Graceful & Light
myspace_de twitter_de facebook
INTERN EXTERN
Kontakt Facebook
Impressum last.fm
   © 2017 Popconnection.de | Das Online-Magazin für alternative Popmusik | CMS by webEdition