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Beady Eye - Different Gear, Still Speeding

BEADY EYE

Different Gear, Still Speeding
VÖ: 25. Februar 2011
Label:
Beady Eye Records
Autor: Jenny Schnabel

Nach dem Ausstieg von Noel im August 2009 hat sein Brüderchen Liam den übrig gebliebenen Haufen kurzerhand neu rekrutiert und umfirmiert. Aus Oasis ohne Noel wurde Beady Eye. Nun liegt mit "Different Gear, Still Speeding" der erste Longplayer der Post-Oasis-Band vor, der im Vorfeld natürlich große Erwartungen schürte. Können Beady Eye im großen Schatten von Oasis ihre Feuertaufe bestehen?

"Different Gear, Still Speeding" zeigt deutlich, wer bei Oasis der Mastermind war und die songwriterischen Fäden gezogen hat. Zwar haben Liam Gallagher, Gem Archer und Andy Bell bereits bei Oasis den ein oder anderen guten Song beigesteuert, aber seien wir mal ehrlich, die stärksten Songs von Oasis stammen allesamt aus Noel's Feder.

Aus ihren musikalischen Vorbildern machen Beady Eye auf "Different Gear, Still Speeding" keinen Hehl und tragen mit dem Track "Beatles And Stones" ihre Inspirationsquellen offen zur Schau. Diese Reminiszenzen sind unüberhörbar und blitzen an fast allen Stellen des Albums durch, so dass schnell der Eindruck entsteht als dürfe Liam nach dem Weggang von Noel endlich seiner Beatles-Obsession freien Lauf lassen. Natürlich hat niemand erwartet, dass Beady Eye das musikalische Rad neu erfinden, doch zeugen die meisten der 13 Songs nicht gerade von songwriterischen Heldentaten. Dennoch wäre es unfair einfach zu sagen, dass "Different Gear, Still Speeding" ein durchweg schlechtes Album ist. Natürlich gibt es auch einige starke Momente, allen voran "The Roller", der sich schnell als kleine Hymne entpuppt. Aber auch "For Anyone", "Kill For A Dream" und "The Beat Goes On" stechen positiv hervor und zeigen hoffnungsvoll, dass es auch ohne Noel gehen kann. Doch leider gelingt es Beady Eye nicht, dieses Niveau auf gesamter Albumlänge zu halten, denn zwischen den eben genannten wirklich gelungenen Songs tummeln sich leider zu viele mittelmäßige bis schwache Nummern, die sich nur gerade an der Oberfläche halten können.

Vielleicht ist es auch unfair Beady Eye mit den übergroßen Oasis zu vergleichen. Doch selbst, wenn man "Different Gear, Still Speeding" aus dem Oasis-Kontext herausnimmt und als Debütalbum einer noch unbekannten Band betrachtet, so wäre es das Album einer ambitionierten Band, die jedoch gefangen ist im Korsett ihrer Vorbilder und ihr Potential nicht ausschöpft. Was bei dieser Betrachtungsweise unterm Strich bleibt, ist leider auch nur ein mittelprächtiges Album und kein Meisterwerk.

Ob Beady Eye auch ohne Noel ihren eigenen Weg finden werden und sich aus dem übergroßen Schatten der Vergangenheit namens Oasis emanzipieren können, wird die Zukunft zeigen. Im Moment sind sie leider noch ein Stück weit davon entfernt.



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