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Brendan Benson - My Old, Familiar Friend

BRENDAN BENSON

My Old, Familiar Friend
VÖ: 04. September 2009
Label:
Cooperative Music
Autor: Axel Schinkel

Den meisten Leuten ist der Name Brendan Benson wohl eher im Zusammenhang mit der Band The Raconteurs ein Begriff. Dabei ist die Band um White Stripes Frontmann Jack White längst nicht sein einziges musikalisches Engagement. So ist der in Nashville lebende Brendan Benson, neben seiner Tätigkeit als Produzent, auch und vor allem vorrangig als Solokünstler aktiv. Allerdings lässt er seine Fans mit unter sehr lange warten bis er neue Alben veröffentlicht. Sein erstes Album veröffentlichte er bereits 1996 und präsentiert uns nun, vier Jahre nach seinem dritten Album "The Alternative To Love", sein viertes Album mit dem Titel "My Old, Familiar Friend".

Das Album ist beim ersten Reinhören vielleicht nicht ganz so eingängig wie sein Vorgänger, beweist nach einiger Zeit aber durchaus seine Stärken. Das soll jetzt in keiner Weise abwertend gemeint sein, sondern spricht ganz im Gegenteil für seine Songs, die bei weitem zeitloser und vor allem abwechslungsreicher daherkommen als dies noch beim Vorgänger der Fall war.

Das Album steht weitestgehend für hochkarätige Popsongs, denen es gelingt sich irgendwo zwischen den Größen der Vergangenheit, wie den Beatles oder den Beach Boys, und den späteren Indie-Helden, wie Weezer oder Pavement, einen Platz zu sichern. Wie das genau geht weiß wohl nur Benson selbst. Er war es schließlich auch, der The Raconteuers bereits als eine Mischung aus Cat Stevens und Deep Purple bezeichnete. Benson scheint somit ein Experte zu sein, wenn es darum geht, musikalische Versatzstücke neu zusammen zu setzen. Und das gelingt ihm während seiner 11 neuen Songs vorzüglich.

Diese Fähigkeit zeigt er bereits beim Opener "A Whole Lot Better", in dem er verspielte Gitarrenläufe und eingängigen Gesang so zusammensetzt, dass der Song quasi zeitlos und poppig definitiv ins Radio gehört. Im Grunde verhält es sich bei jedem Songs so. Mal geht es etwas ruhiger mit Klavier und/oder Streichern und fast schon bluesig anmutend zur Sache und mal präsentiert er uns reine Popperlen, die durch ihre Kurzweiligkeit und Eingängigkeit nur so vor guter Laune strotzen. Wer also auf unterhaltsamen 60s Pop, tanzbaren 70s Soul und auf rockige Gitarrenklänge steht, der sollte auf jeden Fall in das Album reinhören und zugleich hoffen, dass Benson sich bis zum nächsten Album nicht wieder so lange Zeit lässt.


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