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Calexico - Carried To Dust

CALEXICO

Carried To Dust
VÖ: 05. September 2008
Label:
City Slang
Autor: Katrin Reichwein

Staubig wie die Wüste des Grenzlands zwischen den USA und Mexiko, in dem das Örtchen Calexico liegt, klingt die Band selben Namens schon lange nicht mehr. Joey Burns und John Convertino gehen auf Nummer sicher und bringen mit "Carried To Dust" ein leicht verdauliches Potpourri des mittlerweile als Tucson-Desert-Rock bekannten Stils unter das Volk. Die einstigen Ecken und Kanten, die die Band mal auszeichneten, suchte man schon auf dem gefälligen Vorgänger "Garden Ruin" vergebens.

Auf "Carried to Dust" nähern sich Calexico nun wieder ein Stück Weit ihren Roots. Das einstige von der amerikanischen Einöde, in der sich kreischende Kojoten an verdorrten Kakteen laben, geprägte Klangbild gehört jedoch scheinbar der Vergangenheit an. Die Band bleibt zwar ihren amerikanischen und mexikanischen Wurzeln treu und flirrt wie eh und je durch die gegensätzlichsten Musikrichtungen. Doch die klangliche Vielfalt, die von mexikanischen Mariachi-Trompeten, Marimbas und Jazzgitarren über Vibraphon- und Mundharmonika-Einlagen sowie Folk- und Country-Elementen bis zu einfachstem, absolut kompromisslosen, Schlagzeugspiel reicht, vermag es nicht mehr viel (Wüsten-)Sand aufzuwirbeln. Zu nett, über weite Strecken ähnlich unmotiviert wie beim Vorgänger, klingt die einst so schmutzige Band. Highlights findet man auf dem halb englischen, halb spanischen Album kaum. Der Opener "Victor Jara's Hands" verspricht noch Interessantes; lässt sich dem Song, der zwischen chilliger Lounge-Musik und catchy Olé-Olé-Fußballstadion-Refrain changiert, doch kein Etikett zuordnen. Mittig zeigen sich Calexico mit "House Of Valparaiso" dann doch noch mal von ihrer besten Seite und auch das abschließende, traurig-romantische, "Contention City" mag man gern ein weiteres Mal hören. Dazwischen verlieren sich Calexico allerdings weitestgehend in dröger Barmusik.

Mit "Carried To Dust" ist Calexico nunmehr wieder ein moderates Album gelungen, das zwar durchaus hörens-, sich darüber hinaus aber nicht zwingend als kaufenswert erweist.


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