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Fidlar - Fidlar (s/t)

FIDLAR

Fidlar (s/t)
VÖ: 01. Februar 2013
Label:
Wichita/Pias
Autor: Antonius Wollmann

Einen Hang zur Feingeistigkeit kann man Fidlar beim besten Willen nicht unterstellen. Genauso wenig nimmt sich die Band übermäßig ernst. Überhaupt stellt sich beim Hören ihres gleichnamigen Debüts das Gefühl ein, dass die Jungs generell mit einer großen Portion Sorglosigkeit durchs Leben gehen. 

Fidlar, das ist die pure Leichtsinnigkeit in Form einer Band, die sich einen Dreck um die Welt da draußen kümmert. Und ihr aggressiver Surf-Punk ist das Mittel, es allen mitzuteilen. Gefangene werden dabei nicht gemacht. Statt subtile Botschaften zu senden, schreien dir Fidlar ihre unmissverständlichen Slogans mitten ins Gesicht. Beispiel gefällig? "I drink cheap beer/So what?/Fuck you!" Diese Slacker-Rhetorik ziehen Fidlar bis zum bitteren Ende durch. Kaum ein Song, in dem es nicht darum geht, sich ordentlich die Kante zu geben oder Drogen über das gesunde Maß hinaus zu nehmen. "I just wanna get really high/Smoke weed until I die/I don’t ever wanna get a job/If I fucked up today/Hey, nothing's wrong", singt Frotmann Zac Carper in "Stoked And Broke". Im selben Stil wird eine Beziehung zu Grabe getragen: "Why did you go betray me?/You’re such a whore/I stay at home drinking/You're such a whore." Erstaunlicherweise ermüdet dieses eigentlich überschaubar spannende Konzept zu keinem Zeitpunkt der Platte. 

Fidlar - das muss man ihnen lassen - beherrschen die Kunst, eingängige, perfekt abgestimmte Garage-Surfpunk-Songs zu schreiben. Songs wie "5 To 9", "No Wave" oder "Max Can't Surf" sind in all ihrer Einfachheit schlicht brillant und ein Hinweis darauf, dass die Jungs tatsächlich jede Minute im Proberaum verbringen, wenn sie nicht gerade stoned unter der kalifornischen Sonne liegen. Ganz so locker geht es im Leben der vier Fidlar-Jungs also doch nicht zu. Aber wen interessiert das? Selbst wenn die Jungs den Slacker-Traum nicht in jeder Minute leben, dann haben sie ihn wenigstens meisterhaft beschrieben.



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