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Glasvegas - Euphoric Heartbreak

GLASVEGAS

Euphoric Heartbreak
VÖ: 01. April 2011
Label:
Smi Col (Sony Music)
Autor: Andreas Kussinger

Glasvegas, da erinnert man sich an den Jahreswechsel 2008/2009 zurück. Freunde von Jahres-Bestenlisten hatten plötzlich ein Problem mit diesen Schotten, die ein so vielversprechendes Album auf den Markt brachten und vom NME mit größtmöglicher Anstrengung zur Band der Stunde hochstilisiert wurden. Das Glasvegas-Debüt konnte überzeugen, doch gehörte es nun noch ins Jahr 2008, dem Jahr des UK-Release, oder doch nach 2009, nachdem die offizielle Veröffentlichung in Deutschland erst für Ende Januar 2009 geplant war? Egal, gut zwei Jahre später liegt nun das zweite Album in den Läden. Und die Frage lautet wie so oft - kann man nach einem umjubelten Debütalbum auch nachlegen? Im Falle von Glasvegas lautet die Antwort, auch wie so oft: Jein.

Für die Aufnahme des zweiten Albums haben Allan und Co. ihre schottische Heimat verlassen und sich zusammen mit Produzenten-Legende Flood ins sonnige Kalifornien begeben. Passt eigentlich so gar nicht zum düsteren Sound des Debütalbums und den Texten über den grauen Alltag im Arbeiterviertel. Stattdessen erzählen die Herren von inspirierenden Sonnenuntergängen und Poolparties in der angemieteten Luxus-Villa. Egal, der Hang zum Drama und zu hymnischen Arrangements ist ihnen trotz des Ortswechsels nicht abhanden gekommen.

Eröffnet wird das mit "Euphoric Heartbreak" betitelte Album mit einem epochalen Instrumental mit dem interessanten Namen "Pain Pain Never Again", gefolgt von "The World Is Yours", das gleich die Gesamtrichtung des gesamten Langspielers vorgibt. Man erkennt die alte Handschrift wieder , die bis zum Anschlag verzerrten Gitarren und den unverkennbaren, schottischen Dialekt von Glasvegas-Mastermind James Allan. Aber auch: Mehr Bombast, poppigere Melodien und mehr Synthesizer, alles in allem eine Prise mehr Stadion-Rock Attitüde, als unbedingt nötig gewesen wäre. Der Eindruck bestätigt sich auch bei den folgenden "You" und "Shine Like Stars", und mit "Whatever Hurts You Through The Night" zeigen die Schotten gar eine astreine Pop-Ballade im Angebot.

Es folgen mit "Stronger Than Dirt", "I Feel Wrong" und dem abschließenden, nur am Piano begleiteten "Change" einige Songs, die sogar für Glasvegas-Verhältnisse ein bisschen zu aufgeblasene Schmachtfetzen geworden sind. Dazwischen: Elektro-Pop Balladen im bereits beschriebenen Stil, von denen keine einzige an die Qualität des Debüts heranreichen kann, aber an dieser Erwartungshaltung sind noch (fast) alle Bands nach einem gefeierten Album gescheitert. Am ehesten Platz auf dem Debütalbum hätte wohl das schöne "Lost Sometimes" gefunden, das gegen Ende des Albums den geneigten Hörer wieder mit dem Gesamtwerk von Glasvegas versöhnt. Ein gelungenes zweites Album, trotz einiger Längen.



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