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Gregor McEwan - Much Ado About Loving

GREGOR MCEWAN

Much Ado About Loving
VÖ: 24. Januar 2014
Label:
Welcome Home Music
Autor: Katja Embacher

"Much Ado About Loving" – frei nach Shakespeare widmet Hagen Siems alias Gregor McEwan seinen neuen Longplayer der Liebe. Dabei beschränkt sich der Singer/Songwriter im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen nicht auf zwischenmenschliche Tändeleien von Paaren. In 12 Songs beleuchtet er verschiedene Facetten des wohl schönsten Gefühls der Welt. Von sexuell über platonisch bis hin zu familiär. Liebe findet sich eben überall. Grund genug, ordentlich Lärm darum zu veranstalten.

Diesen stellt Gregor McEwan jedoch zunächst einmal hinten an. "Much Ado About Loving" beginnt mit zarter Zurückhaltung. Mit unterschwelligen Beats, in die sich vereinzelt nachhallende Gitarrenakkorde und Tess Wileys samtige Stimme schmiegen - bis dann Klavier, Gesang, Geigen, E-Gitarren und Siems Gesang in den Song einfallen. Damit entwickelt sich das eindringliche Duett "First Leg" umgehend zu einem der Lieblingstracks des Albums.

Im weiteren Verlauf glänzt "Much Ado About Loving" durch Abwechslungsreichtum. Lag der Fokus des Debüts "Houses And Homes" noch auf dem basalen Handwerkszeug des Songwritings – Gitarre, Gesang, Bass, Schlagzeug – so überlässt Hagen Siems hier weitaus häufiger Piano, Streichern oder Bläsern das Feld. Durch das Spiel mit den Möglichkeiten wirkt das Album in sich offener. Zudem gelingt es Gregor McEwan durch die breitere Instrumentierung der in Singer/Songwriter-Kreisen weit verbreiteten Etikettierung 'melancholischer Herzschmerzsonatensingsang' zu entgehen.

"Silver And Gold" liebäugelt mit Barpianoklängen, wagt einen kurzen Abstecher in die Bläserabteilung und punktet letztendlich mit seinem Ohrwurmrefrain. "Rhododendron" ist ein Folksong par excellence, der mit vorsichtigen Gitarrenpickings beginnt, die von Banjo und Schlagzeug zum Tanz abgeholt werden. "Get In, Jamming, Slamming, Ramming" rollt mit brummigen E-Gitarren und rumpelndem Schlagzeug durch die Boxen, holt im Mittelteil einen akustischen Moment lang tief Luft, bevor Siems seine Backings in den übereinandergelegten Gesangsspuren hinaus in die Welt schreit. Bei "Manners Make The Man" kommt am Ende ein Kinderchor zum Einsatz, der in seiner leichten Gesangsschräglage wunderbar zum schräg-ironischen Humor des Songs passt. Am Ende haut die Ballade "Canola Fields" noch mal ordentlich einen raus und schließt den zu Beginn des Albums begonnenen Kreis. Piano, Streicher, Siems zwischen Fragilität und rauer Eindringlichkeit schwankender Gesang sorgen für einen Gänsehautausklang.

"Much Ado About Loving" ist so facettenreich wie l'amour selbst. Neben allen zwischenmenschlichen Thematiken proklamiert Gregor McEwan seine Liebe zur Musik auf diesem Longplayer in jedem einzelnen Akkord. Laut und inbrünstig. Allein dafür muss man "Much Ado About Loving" einfach lieb haben.


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