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Hansen Band - Keine Lieder über Liebe

HANSEN BAND

Keine Lieder über Liebe
VÖ: 21. Oktober 2005
Label: Grand Hotel van Cleef 
Autor: Katja Embacher

Donnerstagabend in der heimischen WG: Radio dudelt und die Schreiberin vertreibt sich die Zeit damit, in der Küche nach Essbarem zu suchen, als die verehrte Mitbewohnerin plötzlich den Kopf durch die Tür steckt und fragt: "Ist das Jürgen Vogel?" Die Schreiberin überlegt einen Moment etwas irritiert, ob der Typ nun auch singt. Tut er, wie uns die nette Moderatorin zwei Minuten später informiert und, meine Herren, er tut dies gar nicht mal schlecht!

Jürgen Vogel ist allerdings nicht generell unter die singenden Schauspieler gegangen, sondern nimmt den Part des Sängers lediglich im Rahmen eines Filmprojekts ein. In Kooperation mit dem Hamburger Label Grand Hotel van Cleef wurde die Hansen Band ins Leben gerufen, die das Kernstück des Films "Keine Lieder über Liebe" darstellt. Rollentausch also nicht nur für Vogel, sondern auch für Marcus Wiebusch (Kettcar), Thees Uhlmann (Tomte), Felix Gebhard (Home of the Lame) und Max Schröder (Der Hund Marie), die für dieses Projekt erstmals nicht nur als Musiker, sondern auch als Schauspieler vor einer Kamera posierten. So weit, so gut. Aber wie ist nun der dabei entstandene Soundtrack zu beurteilen?

Den Opener stellt die bereits im Radio vernommene Single "Baby Melancholie" dar, eine beschwingte und zum Tanzen einladende Komposition Max Schröders alias Der Hund Marie, der auch den Folgetrack "Junger Hund" sowie das gedankenverlorene Titelstück "Keine Lieder über Liebe" als Obolus für die Hansen Band geleistet hat. Die Kracher "Frankreich" und "Kamera" beglücken den Hörer mit erdig rockigen Arrangements und spitzfindigen Texten, die der "Uhlmannschen Feder" entspringen. Aber auch für die ruhigen Töne dazwischen ist gesorgt. Die Balladen "Alles teilen" (Reimer Bustorff), "Strand" und "Kreisen" (Marcus Wiebusch) entführen den Hörer in wunderbar kettkaresker Manier in die Welt der ganz großen Gefühle. Das midtemporale "18ter Stock" erinnert mit intelligentem Text an Kettcar-Klassiker wie "Genauer betrachtet" oder "Hier" sein.

Wenn man "Keine Lieder über Liebe" auf den Plattenteller legt, vergisst man innerhalb der ersten Minuten bereits, dass es sich um einen Soundtrack handelt. Die musikalisch erstklassig komponierten Stücke, die zum Teil durch die charismatische Stimme Jürgen Vogels getragen werden, zum Teil diese authentisch inkludieren und den Sound zu einem Ganzen weben, transformieren das filmische Projekt Hansen Band in eine reale musikalische Formation. Ganz klar einer jener Fälle, in denen das Leben die Kunst imitiert.


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