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Milburn - Well Well Well

MILBURN

Well Well Well
VÖ: 27. Oktober 2006
Label: Mercury (Universal)
Autor: Michaela Wicher

Na bitte, es geht doch. Nach einer längeren Durststrecke ist Milburn endlich eine Band, die mal wieder Schwung in die vermuffte Indiebude bringt. Mando Diao beispielsweise erfüllten zwar die gängigen Erwartungen, aber Umhau-Qualität besaß das letzte Album dann doch weniger. Genau das gelingt jedoch den Jünglingen aus der Sheffield-Schmiede mit ihrem Erstlingswerk "Well Well Well".

Milburn sind: der Frontmann Joe Carnall (Gesang/Bass), sein Bruder Louis (Gesang/Gitarre), Tom Rowley (Gitarre) und Joe Green (Schlagzeug). Musikalisch betätigen sich die vier gerade mal 18 bis 20jährigen seit satten fünf Jahren. Die Beharrlichkeit scheint sich nun auszuzahlen, denn das Album präsentiert sich als ein ausgefeiltes, mitunter sehr klar und direkt anmutendes Gitarren-Pop-Rock-Werk, das auch hier und da von Ska durchströmt wird. Das Resultat sind Tracks, die ganz und gar nach vorn gehen. Die Melodien sind eingängig, wirken aber nicht langweilig. Darüber hinaus schreiben Milburn Texte, die auch was auszusagen vermögen. Hier zeigt sich dann, neben der Beherrschung der Instrumente, die Reife des Quartetts. Zu Blatt gebracht haben Milburn Beobachtungen und persönliche Schlüsse, die aus bestimmten Geschehnissen gezogen worden sind. Das inhaltliche Spektrum umfasst Themen wie etwa die Beurteilung von Posern ("Showroom") oder die Auseinandersetzung über das Verhältnis zu Frauen und das partielle Nicht-Verstehen-Können ("Storm In A Teacup") des anderen Geschlechts bis hin zu gesamtgesellschaftlich relevanten Ereignissen wie Geiselnahmen ("Send In The Boys").

Vergleichen mit den Arctic Monkeys oder Razorlight müssen Milburn sich bereits jetzt stellen, was die Band, die mit reichlich Selbstbewusstsein gesegnet ist, nicht wirklich tangiert. Und Recht hat sie, zumal Joe Carnalls Stimme der Band auf jeden Fall die spezielle Färbung verpasst. Meine favorisierten Songs: "Roll Out The Barrel" und "Lipstick Licking".


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