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The New Pornographers - Together

THE NEW PORNOGRAPHERS

Together
VÖ: 30. April 2010
Label:
Matador
Autor: Matthias Hacker

Zufall oder Kalkül? Die beiden größten Indiesupergroups Kanadas bringen am selben Tag ihre Frischlinge auf den Markt. Broken Social Scene und The New Pornographers. Um letztere soll sich diese Abhandlung nun drehen, genauso vielfältig wie sich die Bandmitglieder um Neko Case und A. C. Newman drehen.

Die Pornographers zelebrieren immer noch imposante Poprockmonster, doch das Brüllen dieser Monster, das einem vom Hocker reist, ist verhallt. Haben sie auch hörbar großen Anteil am Aufstieg der kanadischen Indieszene und sind sie vielleicht die Wegbereiter für Bands wie eben Broken Social Scene, wirkt das neue Album leider wie eine Art "Blass-Blaupause"  vergangener Zeiten. In denen die großen Pophymnen und der pompöse Indiepop eines A. C. Newman noch gefragter waren. Ähnliche Erfahrungen musste schon M. Ward mit She & Him machen. Beide Projekte schlagen in die gleiche Kerbe, beide tun sich schwer, beiden fehlt es oft am subtilen Feingefühl, mit welchem sie die Pom Poms und Glitzerattitüden ihrer Musik aus der Schusslinie der Kritiker ziehen könnten. Erst ab dem späten Mittelfeld von "Together", bei "If You Can't See My Mirrors" und "Up In The Dark" finden die Arrangements ihren Weg zurück zur Stärke.

Es wäre falsch einer achtköpfigen Supergroup, wie den New Pornographers, die komplexen Arrangements vorzuwerfen, aber manchmal wird aus dem Weniger doch ein Mehr. Das Album nimmt eben erst da an Qualität und Fahrt auf, wo die New Pornographers das Tempo rausnehmen. Dann kommen die Bläsereinsätze der Dap Kings und die Trompete eines Zach Condon (Beirut) besser zur Geltung und die beeindruckenden Harmonien werden erst wahrnehm- und empfindbar. Nur leider gehen die beiden anderen großen Kollaborateure Annie Clarke (St. Vincent) und Will Sheff (Okkervil River) im anfänglichen Popgemetzel der Pornographers unter. Im Stechen mit Broken Social Scene und der neuen Platte, haben die Pronographers mit "Together" das Nachsehen. Vor allem liegt das an der weniger gelungenen Dramaturgie des Albums und der sehr schwachen ersten Hälfte. Wer sich aber die zweite Hälfte – die Schokoladenseite des Albums - zu Gemüte führt, darf sich auf große Popmusik freuen.



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