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Retro Stefson - Retro Stefson (s/t)

RETRO STEFSON

Retro Stefson (s/t)
VÖ: 22. März 2013
Label:
Les Frères Stefson
Autor: Sascha Brozewski

Retro Stefson ist eine isländische Elektro-Pop-Band, die mit ihrem selbstbetitelten Album im Heimatland bereits große Erfolge feiern konnte. Neben Goldstatus wurden sie in sechs Kategorien bei den Icelandic Music Awards nominiert. Außerdem stehen sie in der engen Auswahl für den Nordic Music Prize, dem Pendant zum britischen Mercury Prize.

Hinter dem Namen verstecken sich sieben Musiker, die seit ihrem 16. Lebensjahr gemeinsam Musik machen. Es verwundert daher nicht, dass sie nun mit Anfang 20 als Band unheimlich reif wirken. Sie sind jung, bunt und lebhaft - kennen weder Grenzen noch Schubladen. Die musikalischen Einflüsse sind weitreichend. In Island sind Retro Stefson die ersehnte Brücke zwischen Dance, Pop und Indie.

Das Album wird mit drei klassischen Disco-Pop-Nummern eröffnet. "Solaris", "Glow" und "Qween" bieten Tanzmusik mit Handclaps und allem was dazu gehört, wobei der Opener zugleich sehnsüchtig durch Galaxien schweben lässt. Verspielt, elektronisch und ein Beat, der das Tanzbein animiert. "Miss Nobody" wird musikalisch ganz wild. Synthesizer und jede Menge Elektro-Pop treffen im sogenannten Interlude auf Orgel und verzerrte Gitarren. Letztere übernehmen ausnahmsweise die Vorherrschaft und so verschmelzen zwei völlig unterschiedliche Parts zu diesem Song. "(o)Kami" wirkt lange Zeit unspektakulär und als würde man im Phantasialand mit einer Gondel durch den Märchenwald fahren. Gegen Ende des Liedes hat man plötzlich das Gefühl, sich inmitten eines alten Mario-Abenteuers zu befinden.

Noch häufiger bedienen sich Retro Stefson dieser Methodik, dabei beginnt der zweite Teil mit "Time" äußerst nervtötend. Ein Mix aus schlechter Dance-Floor-Kirmesmusik der 90er. Man sehnt das Ende herbei und leider wird es nicht besser. Freunde anderer Musikgeschmäcker können sich vielleicht noch auf den ersten Teil des Albums einlassen. Die zweite Albumhälfte bietet zu viel belanglose Popmusik.

"True" und "Fall" sind wieder gespickt mit "Videospiel-Melodien". Retro Stefson sollten bei Nintendo anklopfen und sich für die Hintergrundmusik des neuen Donkey Kongs bewerben, wobei das Geklimper eher ein bisschen nach Atari-Zeiten oder Tetris klingt. Das abschließende "Julia" vereint diese Komponenten mit moderner Popmusik. Ein unterdurchschnittliches Album findet nun zum Glück ein Ende.



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