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Savages - Silence Yourself

SAVAGES

Silence Yourself
VÖ: 03. Mai 2013
Label:
Matador/Beggars Group
Autor: Marco Pleil

Ja. Es gibt sie dann doch noch ab und an. Diese musikalischen WTF-Momente, wie man neudeutsch so sagt. Mit mehr oder weniger großen Erwartungen schaut man sich ein Musik-Video an, in dem spätestens seit Anton Corbijn's "Control" immer wieder Joy Division als Referenz herhalten dürfen. Hier, jetzt und genau da auch zu Recht Siouxsie & The Banshees und überhaupt alles, was Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre uns heute Enddreißiger ins fröhliche Selbstmitleid getrieben hat (Interpol und frühe Editors ursprungsbedingt mal beiseite gelassen).

Die Rede ist von Savages' "Shut Up". Ein Spoken Word-Intro, das dir heutzutage grundsätzlich kein A&R oder Programmdirektor mehr mit Yahoo durchwinken würde. Aber hier ist das ein 'take it or leave it', das sich wie ein roter Faden durch Savages' aktuelles Debüt "Silence Yourself" zieht. No poses, only attitude! Spitze Single-Note-Gitarren, ein knarzender Lead-Bass, ein cholerisches Ich-muss-ganz-viele-Becken-verdreschen-Schlagzeug und über allem weilt durchdringend der hysterische Bell-Gesang von Frontfrau Jehnny Beth. Ein Martin Hannett (der viel zu früh verstorbene Hausproduzent von Factory Records) hätte seine wahre Freude an Savages gehabt. Und wie es sich in dieser Konsequenz auch gehört, gibt es natürlich keine offensichtlichen Hits in der Dunkelheit.

Das ist übrigens (fast) das einzige, was man "Silence Yourself" vorwerfen könnte, wenn man denn die Nadel im Heuhaufen suchen muss. Wobei das großartige "Husbands" schon sehr nahe dran ist an einer 'offensichtlichen' Single. Und hätte ich das Wort 'Statement' nicht schon ausführlich in meinem letzten Review (Primal Scream's "More Light") verbraten, hier wäre es die sprichwörtliche Faust auf's Auge. Die Songs, der Sound, ihre Präsentation nach Außen (Artwork, Band-Fotos) als, ja nun, 'Marke': Fast erschreckend perfekt. Das ist auch das, was vielleicht doch irgendwie einen seltsamen Beigeschmack hat. Wenn man im Netz etwas recherchiert, darf man erfahren, dass Sängerin Jehnny Beth eigentlich Camille Berthomier heißt und früher oder noch Schauspielerin war und ist. Wären Savages nun ein großer musikalischer Hoax, dann Respekt für die perfekte Illusion. Falls nicht und ansonsten ist "Silence Yourself" ein straightes, extrem gutes Debüt-Album von einer Band, von der noch wirklich viel zu erwarten ist! Sehr stark!



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