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The Antlers - Burst Apart

THE ANTLERS

Burst Apart
VÖ: 24. Juni 2011
Label:
Cooperative Music
Autor: Katja Embacher

"Burst Apart": Fast ängstlich beäugt man den Titel des vierten The Antlers-Albums, als fürchte man die Abgründe, die das neue Werk des Brooklyner Trios in sich bergen könnte. Mit Recht! Schließlich legte die Band vor drei Jahren mit "Hospice" ein Stück Musik auf den Tisch, das an trauriger Düsterkeit ebenso wenig zu überbieten war, wie an Genialität.

Es war wahrlich keine leichte Kost, die The Antlers mit "Hospice" servierten. Die Geschichte der hoffnungslosen Liebe zwischen einer todkranken Frau und ihrem Pfleger, die keine Zukunft hat. Ein Stein in der Magengrube des Hörers, eine (scheinbare) Selbstoffenbarung Peter Silbermans. Die Bedenken bezüglich des Nachfolgers sind somit berechtigt, bewahrheiten sich gottlob jedoch nicht: "Burst Apart" ist nicht der endgültige Zusammenbruch, vielmehr ist es die Reise aus der Dunkelheit.

Um aus der Finsternis hinaus ins Licht zu treten, bedarf es jedoch mehr, als nur einen simplen Schrittes zur Seite. Dafür ist der Schatten, den "Hospice" wirft, schlichtweg zu lang. Der Weg wird zu einer Wanderung, auf der sich The Antlers das eine ums andere Mal in Zweifeln verlieren. "Burst Apart" beginnt mit der ernüchternden Feststellung "I Don't Want Love", die sich in "Paranthesis" weiter fortsetzt. Von zerrenden Gitarrenriffs durchbrochener Falsettgesang. Ein Zustand der Zerrüttung, der in dem großartigen "No Windows" seinen Höhepunkt erreicht. Wabernde Synthie-Komponenten umschmeicheln den Gedanken, während der Fahrt die Hände vom Steuer zu lösen. Losgelassen wird stattdessen die Vergangenheit. Langsam, behutsam, vorsichtig von Track zu Track taumelnd. Bis hin zum sphärischen Showdown, bei dem The Antlers mit "Hounds" oder "Corsicana" einen fast hoffnungsvollen Blick in eine neue Zukunft riskieren.  

"Burst Apart" ist eine logische Konsequenz und Fortführung von "Hospice": Die Schönheit des Sonnenaufgangs begreift nur der, der die Dunkelheit gesehen hat. Einfach machen es The Antlers dem Hörer immer noch nicht - aber es wird leichter. Ohne an Intensität einzubüßen.



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