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The Thermals - Desperate Ground

THE THERMALS

Desperate Ground
VÖ: 12. April 2013
Label:
Saddle Creek
Autor: Sascha Brozewski

The Thermals wie wir sie lieben. 10 Stücke, 26 Minuten Spielzeit. BAM! "Desperate Ground" ist eine geballte Ladung energetischer Indie-Rock vom Feinsten. Es ist zwar etwas abgegriffen, trifft aber auf dieses Album absolut zu - The Thermals gehen zu ihren Wurzeln zurück. Die zwei- bis dreiminütigen Songs bieten wieder den punkrockigen, kratzig-rotzigen Sound der ersten drei Alben.

Die Single "Born To Kill" bestätigt dies als Opener eindrucksvoll. In knapp zwei Minuten wird man durch das Lied gepeitscht. Die Platte ist wie Speed. The Thermals jagen ihre Zuhörer mit ihren kraftvollen Liedern durch das gesamte Album. Es ist keine Zeit für Atempausen. Der pessimistische Titel
"Desperate Ground" passt wie die sprichwörtliche Faust auf's Auge. Ein gefährlicher Weg. Ein kritischer Moment. Die winzige Sekunde, die über Leben und Tod entscheidet. Es ist beeindruckend mit welcher Vehemenz und Wucht The Thermals uns durch die Stücke treiben. Wer die älteren Sachen mag, wird vermutlich auch "Desperate Ground" mögen. Keine Experimente, aber dafür bodenständiger Indie-Rock.

Lyrisch reiht sich "Desperate Ground" nahtlos mit seinen düsteren Themen in die Vorgängeralben ein. So sangen The Thermals in der Vergangenheit von Todesängsten, dem Zorn Gottes oder den paradoxen Höllenqualen der Monogamie. Das neue Album handelt von menschlicher Gewalt, Naturkatastrophen und dem unbändigen Verlangen, zu zerstören. Es ist eine schwarze Feier der Unumgänglichkeit von Krieg und Frieden. Sänger Hutch Harris zerrt den Zuhörer mit all seiner jugendlichen Macht auf eine gewalttätige Achterbahnfahrt, die einem blutigen Actionfilm gleich kommt!

Es ist schwierig, explizit Anspieltipps an die Hand zu geben, doch wären da sicherlich "I Go Alone", "The Sword By My Side" und "Faces Stay With Me" zu nennen. Markant ist neben den zum Teil martialischen Texten die archaische Herangehensweise an die Songs. The Thermals erzeugen einen Rausch - mit nicht enden wollenden Metaphern. Und sind dann alle Todesängste überwunden, gewinnt am Ende selbstverständlich die Liebe. Oder um es noch pathetischer zu sagen, die Liebe überlebt ("Our Love Survives")!



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