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POPCONNECTION - Interviews - Dogs: "Ich hab Paul Weller gefragt, ob er mir einen Pint kauft"
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"Ich hab Paul Weller gefragt, ob er mir einen Pint kauft"
Datum: 10. Juli 2007 (E-Mail)
Interview: Amy Zayed
Foto: Pressefoto

Trotz drei Top-40-Hits in England, einer treuen englischen Fan-Base und ihrem gefeierten Debütalbum "Turn Against This Land", das auf dem Major-Label Island Records erschienen ist, blieb der große Durchbruch in Deutschland aus. Nun hat die Londoner Band Dogs dem Major den Rücken gekehrt und ihr zweites Album "Tall Stories From Under The Table" auf dem neuen Indie-Label Weekender Records veröffentlicht.

Wir haben mit Sänger Johnny ein Interview gemacht und mit ihm über die Band und das neue Album gesprochen.



POPCONNECTION: Ich hab euch in den letzten zwei Jahren zwei Mal live gesehen und ich habe festgestellt, dass eure Performance nicht nur sehr peppig, sondern auch einen gewissen Punk-Rock Spirit besitzt. Im Gegensatz zu Bands wie den Editors und Franz Ferdinand klingt ihr wesentlich roher. Wie schafft ihr es, diesen Sound beizubehalten?

Johnny: Ich weiß, was du meinst. Aber ich kann dir da leider auch keine Antwort drauf geben. Es ist einfach das, was wir sind.


POPCONNECTION: Wie schwer ist es, als eine von so vielen Bands in London Beachtung zu finden?

Johnny: Es ist eigentlich gar nicht so schwer. Viele der Bands sind Müll und wir haben jetzt in London ein Zeichen hinterlassen. Es ist unsere Heimat und unsere Fans dort sind wirklich total treu.


POPCONNECTION: Ihr galtet 2004 als eine der "New Upcoming Bands" und seid gerade eben für Razorlight eingesprungen, als sie die "Rolling Stone Road Tour" hier in Deutschland absagen mussten. Dann wurde es plötzlich still um euch. Was ist passiert und warum habt ihr so lange gebraucht um wieder aus der Versenkung aufzutauchen?

Johnny: Wir sind nie wirklich verschwunden. Wir haben viel live gespielt, was wir sehr lieben. Dann haben wir uns von unserem Label getrennt, die ewig gebraucht haben, um was zu tun. Nun haben wir einen neuen Deal. Außerdem haben wir Songs für unser neues Album "Tall Stories From Under The Table" geschrieben und aufgenommen, das wir gerade veröffentlicht haben. Wir haben gerade eine fette UK-Tour hinter uns und haben auf vielen Festivals gespielt. Jetzt gehen wir wieder auf Tour. Vielleicht machte es den Anschein, dass es ruhig um uns geworden sei, aber für uns war es ziemlich viel Furore.


POPCONNECTION: Was meinst du, ist die britische Indie-Szene im Moment hilfreich, um eure Musik zu promoten, wenn man bedenkt, dass Bands wie Maximo Park, Hard-fi und The Kooks jetzt sogar tagsüber Radio Airplays bekommen. Und das nicht nur in UK, sondern auch in Deutschland, was vor fünf oder sechs Jahren fast unmöglich war.

Johnny: Ja, das ist ein zweischneidiges Schwert. Es ist großartig, dass Rock- und Indie-Bands jetzt viel im Radio und in der Glotze gespielt werden. Aber das, was einst "Underground" gewesen ist, wird Pop. All diese Bands sind jetzt praktisch Mainstream. Aber man kann nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen, nicht wahr?! Im Großen und Ganzen ist es eine gute Sache, so müssen wir nicht den ganzen Tag Boyzone im Radio hören.


POPCONNECTION: Wenn du deinen persönlichen musikalischen Helden treffen könntest, wer wäre das und was würdest du ihn gerne fragen oder sagen oder an ihm kritisieren?

Johnny: Ich hab ihn schon getroffen. Es ist Paul Weller und er ist ein Kumpel von mir geworden, was ein bisschen surreal ist, glaube ich. Ich hab ihn gefragt, ob er mir einen Pint kauft und hab allen möglichen Unsinn erzählt. Zu Kritisieren gibt es nichts, er ist ein Gentleman.


POPCONNECTION: Ich hab noch nie jemanden über Liebe so emotional und dennoch derb (als würde es um Hass gehen) singen hören wie ihr es tut. Ist das beabsichtigt?

Johnny: Ich hoffe es klingt nicht nach Hass. Ich hasse Hass. Ich glaube, es ist vielleicht einfach nur der ungezwungene Ausdruck von jemandem.


POPCONNECTION: Ihr habt dieses Jahr in Deutschland bei der "British Music Week" gespielt. Betrachtet ihr eure Musik als besonders Britisch? Was lässt eure Musik so Britisch klingen?

Johnny: Wir klingen natürlich aufgrund meines Akzents sehr britisch. Außerdem stammen viele unserer Einflüsse von britischen Bands. Die Stones, The Clash, The Jam, Oasis beispielsweise sind alle durch und durch britisch. Und das ist sozusagen die Gesellschaft, in der wir uns gerne aufhalten möchten. Aber wir denken da nicht wirklich drüber nach. Musik sollte keine Grenzen haben.


POPCONNECTION: Was hältst du von der derzeitigen britischen Musik-Szene? Ist sie auf dem aufsteigenden Ast oder komplett im Arsch?

Johnny: Ein bisschen von beidem, glaube ich. Aber das ist eine ganz gesunde Mischung. Es gibt keine großartige Musik ohne ihre stinkigen kleinen Brüder. Außerdem gibt's eine große Auswahl, viele verschiedene Stile, ein paar gute Bands und viele Scheiß-Bands. Du kannst nehmen was du willst. Das ist eine gute Sache.


POPCONNECTION: Gibt's irgendeine Möglichkeit euch in Deutschland noch mal live zu sehen?

Johnny: Ja, in der Tat. Wir kommen im September oder Oktober für eine Tour nach Deutschland. Wir freuen uns schon sehr darauf.


POPCONNECTION: Vielen Dank für das Interview!

Johnny: Ich danke auch!


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