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POPCONNECTION - Interviews - James Dean Bradfield: "Das hier ist Urlaub - die Manics sind mein Zuhause"
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James Dean Bradfield

JAMES DEAN BRADFIELD

"Das hier ist Urlaub - die Manics sind mein Zuhause"
Datum: 05. August 2006 (Haldern Pop Festival)
Interview: Jenny Schnabel
Foto: Pressefoto

James Dean Bradfield hatte eigentlich nie die Absicht eine Platte ohne die Manic Street Preachers zu machen. Dann kam doch alles anders als geplant: Die Manics beschlossen eine zweijährige Bandpause einzulegen. Bradfield, der jedoch schon immer der Workaholic in der Band war, vermisste die Musik in seinem Leben. Er beschloss die Schaffenspause zu nutzen, um erstmalig im Alleingang Songs zu schreiben und aufzunehmen. Jetzt hat James Dean Bradfield mit "The Great Western" sein erstes Soloalbum veröffentlicht.

Wir haben den Manics-Sänger auf dem Haldern Pop Festival getroffen und mit ihm über sein Solodebüt gesprochen.




POPCONNECTION: Wie gefällt dir das Haldern Pop Festival bisher?

James Dean Bradfield: Ich bin um halb elf aufgewacht. Das Letzte, was ich gesehen habe, bevor ich eingeschlafen bin, war ein Londoner Bus und als ich aufwachte, sah ich eine Kuh. Ich hab leider keine Bands hier gesehen, weil ich die ganze Zeit Interviews gegeben habe. Aber ich muss sagen, dass sich die Atmosphäre hier durchaus von Britischen Festivals unterscheidet. Es ist weniger modisch, man steht weniger unter Druck, alles ist ein wenig offener. Das ist cool.


POPCONNECTION: Gefällt es dir denn besser, auf kleinen Festivals wie diesem hier zu spielen oder magst du eher die großen Veranstaltungen?

James Dean Bradfield: Schwer zu sagen. Ich hab noch nie auf einem Festival wie diesem hier gespielt. Das kleinste Festival, auf dem ich gespielt habe, war in Manchester vor 10.000 Leuten und das war echt cool, es hat mir wirklich gefallen. Und ich denke, dass hier wird auch toll, ich werde es heute Abend sehen...


POPCONNECTION: Du hast gerade dein Solodebüt "The Great Western" veröffentlicht. Was war deine Motivation, eine Platte im Alleingang aufzunehmen?

James Dean Bradfield: Die Manic Street Preachers beendeten letztes Jahr im April ihre Tour in Großbritannien und am Ende dieser Tour wussten wir nicht so wirklich, was wir machen wollten. Normalerweise haben wir nach einer Tour Pläne für die Zukunft und wissen, in welche Richtung wir gehen wollen. Und wir realisierten, dass wir seit 20 Jahren zusammen Musik machen und haben uns zum ersten Mal gedacht, dass wir uns erst einmal hinsetzen sollten, um neue Perspektiven zu entwickeln. Eine Pause einlegen, damit wir, wenn wir wieder als Manics zusammenarbeiten, mit Feuereifer bei der Sache sind. Es ist nicht so, dass wir uns aufgelöst hätten. Wir mögen uns immer noch, wir lieben uns fast wie Brüder. Wir sind zusammen aufgewachsen, wir kennen uns seit Ewigkeiten und nach 20 Jahren brauchten wir halt einfach mal eine Pause, um uns neu zu orientieren. Und natürlich fing ich irgendwann an, mich zu langweilen. Ich fühlte mich nutzlos, wurde mürrisch, mir fehlte als Musiker einfach die Musik. Das war der Grund, ein Soloalbum zu machen. Ich saß auf meinem Sofa rum und hab mir zuviel Sport angeschaut...


POPCONNECTION: Und du hast das Songwriting selbst übernommen…

James Dean Bradfield: Ja, größtenteils.


POPCONNECTION: Wie bist du dabei vorgegangen? Wie hast du dieses Songs geschrieben?

James Dean Bradfield: Als erstes hab ich mir gedacht, ich setz mich hin und werde versuchen, Songs zu schreiben. Aber das war mir zu beabsichtigt. Ich wollte etwas, das aus meinem Unterbewusstsein kommt. Dementsprechend hörte ich auf, Essays zu schreiben und entschloss mich dazu, mein Unterbewusstsein arbeiten zu lassen und das aufzuschreiben, was mir durch den Kopf schoss. Ich begann zu schreiben, wenn ich im Zug oder im Auto saß, ohne eine konkrete Idee zu haben. Ich verarbeitete das, an was ich mich erinnerte und wieder zurück kam.


POPCONNECTION: Bist du denn zufrieden mit dem Album, so wie es jetzt ist?

James Dean Bradfield: Ja, auf jeden Fall. Es ist von einer gewissen Leichtigkeit geprägt. Ich dachte mir, es sei einfacher, wenn es wie ein Urlaub klingt. Außerdem finden sich darauf Einflüsse aus den 70ern, die ich bei den Manics nie zulassen würde. Es klingt ein wenig nach John Cale, nach Badfinger, es finden sich sogar Anklänge von Elton John's "Good-Bye Yellow Brick Road" darauf. Ich bin wirklich zufrieden mit dem Album.


POPCONNECTION: Gibt es denn Pläne für ein weiteres Soloalbum?

James Dean Bradfield: Nein, im Moment konzentriere ich mich auf das nächste Manics-Album. Wir sind angefangen, Songs für die nächste Platte zu schreiben und das fühlt sich verdammt gut an. Es ist großartig. Alles, worum ich mir im Moment Gedanken mache, ist Konzerte zu spielen, diese zu genießen und das nächste, worauf ich mich konzentriere, sind die Manics. Das hier ist Urlaub - die Manics sind mein Zuhause. Aber mir macht das hier wirklich großen Spaß. Ich genieße es, eigene Konzerte zu spielen, es ist etwas anderes. Und nachdem man 20 Jahre in derselben Band gespielt hat, ist es schön, auch mal etwas anderes zu machen. Aber auf jeden Fall ist das nächste, auf das ich mein Augenmerk lenke, die Manics.


POPCONNECTION: Wann wird es denn etwas Neues von den Manic Street Preachers geben?

James Dean Bradfield: Nächstes Jahr im Mai, hoffe ich...


POPCONNECTION: Vielen lieben Dank! Und noch viel Spaß hier in Haldern und viel Glück für deinen Auftritt heute Abend!

James Dean Bradfield: Dankeschön. Bye!


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