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POPCONNECTION - Im Interview - Kaiser Chiefs: "Wir wollen nicht wirklich jemandem den Kopf abschlagen"
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Kaiser Chiefs

KAISER CHIEFS

"Wir wollen nicht wirklich jemandem den Kopf abschlagen"
Datum: 15. Februar 2009 (Phoner)
Interview: Jenny Schnabel
Foto: Pressefoto

Die Kaiser Chiefs gehören zweifelsohne zu den erfolgreichsten Bands aus England der letzten Jahre. Mit "Employment" (2005) und "Yours Truly, Angry Mob" (2007) haben sie zwei höchst erfolgreiche Alben veröffentlicht und legten eine beachtliche Karriere hin. Seit dem 17. Oktober 2008 steht das Drittlingswerk "Off With Their Heads" in den Plattenläden. Als Produzent stand ihnen niemand geringeres als Mark Ronson zur Seite, der sein Können bereits bei Amy Winehouse unter Beweis stellte.

Wir haben mit Sänger Ricky Wilson telefoniert und über das neue Album, die Zusammenarbeit mit Mark Ronson und das Leben als Rockstar gesprochen...



POPCONNECTION: Hi Ricky, wie geht's dir?

Ricky: I'm rocking! (lacht)


POPCONNECTION: Eigentlich wolltet ihr Jungs ja eine Pause einlegen, aber stattdessen habt ihr ein neues Album veröffentlicht. Wie kam's zu diesem Sinneswandel?

Ricky: Wir erzählen viel in Interviews. Wir sagen das, was uns durch den Kopf schießt, ohne über die Konsequenzen nachzudenken. An manchen Tagen willst du eine Pause einlegen, an anderen Tagen willst du es nicht. Wir wollten eine Auszeit nehmen, aber dann haben wir Songs geschrieben, von denen wir dachten, dass sie ziemlich gut sind. Und so haben wir ein neues Album gemacht.


POPCONNECTION: "Off With Their Heads" klingt ein bisschen anders, als die letzen beiden Alben. Wie würdest du den Unterschied zur ersten und zweiten Platte beschreiben?

Ricky: Ich glaube, es ist eine gute Sache, dass dieses Album anders klingt, ansonsten könnte es für uns und die Hörer schnell langweilig werden. Meiner Meinung nach ist es das beste, was wir bis jetzt gemacht haben. Es ist das Album, das uns am stärksten repräsentiert. Es beinhaltet die Aufregung und Energie der ersten Platte, die Einzigartigkeit und den Spaß, gepaart mit dem verbesserten Songwriting des zweiten Albums. Allerdings ist es keine Mischung aus beiden Alben - vielmehr ist es eine Weiterführung, ein Schritt nach Vorne. Es ist aufregend, und es ist unsere Art von Musik.


POPCONNECTION: Ihr habt die Platte mit Mark Ronson aufgenommen. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Ricky: Mark ist von Anfang an ein bisschen Fan von unserer Band gewesen. Er kam zu ein paar Gigs, wir haben uns ein paar Mal getroffen und er hatte Interesse daran, mit uns zusammen zu arbeiten. Wir hatten nie wirklich darüber nachgedacht, mit ihm eine Platte aufzunehmen, also haben wir ihn bei ein paar Songs als Produzenten ausprobiert. Wir gingen also ins Studio und haben eben diese Stücke aufgenommen. Aber dann hat es Klick gemacht und wir haben immer weiter gearbeitet. Und als Mark auf Tour gegangen ist, blieb Elli (Anm. d. Red.: Eliot James, zweiter Produzent des Albums) bei uns und wir haben mit ihm weitergemacht, bis Mark wieder da war. Er war sehr entspannt und normal und natürlich. Das Ganze hatte weniger was von Arbeiten, sondern vielmehr war es wie Spaß haben mit seinen Freunden. Mark ist ein Freund, Elli ist ein Freund - also war es eine Menge Spaß!


POPCONNECTION: Hat Ronson das Album stark beeinflusst?

Ricky: Marks Einfluss lag darin, dass er in der Lage war, zu bewirken, dass wir machten, was wir wollten. Er würde niemals reinkommen und versuchen, unseren Sound zu verändern. Er hat uns mit seinem Enthusiasmus beeinflusst. Er war begeistert davon, eine Platte zu machen und das hat uns begeistert.


POPCONNECTION: Ihr habt auf dem neuen Album einige Gastmusiker ins Boot geholt u. a. Lily Allen, die dich gesanglich bei "Never Miss A Beat" und "Always Happens Like That" unterstützt...

Ricky: Lily hörte von unserem dritten Album. Wir haben uns oft zufällig getroffen - auf Festivals und so. Ich mag sie. Sie ist ein tolles Mädchen. Und wir brauchten ein tolles Mädchen mit einer tollen Stimme. Sie war cool - und dann stand sie bei uns im Studio.


POPCONNECTION: Was bedeutet der Album-Titel "Off With Their Heads"?

Ricky: Das ist humorvoll gemeint. Wir wollen nicht wirklich jemandem den Kopf abschlagen. (lacht) Das ist das, was Königin Elisabeth I. gemacht hat, wenn sie jemanden nicht leiden konnte: "Schlagt ihnen die Köpfe ab!" Wir meinen das Ganze eher komisch, mit unserer Art des britischen Humors.


POPCONNECTION: Noel Gallagher hat in der Presse darüber gelästert, dass er eure Musik nicht mag. Was hältst du davon?

Ricky: Das ist alles gut und schön, aber ich denke mir, wenn dir etwas nicht gefällt, dann hör's dir halt nicht an. Wenn du es schaffst, Musik zu machen, die jedem auf der Welt gefällt, dann bist du ein verdammtes Genie! Du kannst es nicht jedem recht machen. Den Leuten gefallen unterschiedliche Sachen und sie mögen unterschiedliche Musik. Das ist der Grund, warum es so viele verschiedene Bands und warum es so viele Arten von Musik gibt - weil dann für jeden etwas dabei ist.


POPCONNECTION: Wenn du die letzten vier Jahre der Kaiser Chiefs Revue passieren lässt, wie beurteilst du eure Karriere? Was würdest du heute anders machen als damals?

Ricky: Ich würde nichts anders machen. Wir haben mehr Erfolg, als wir jemals gedacht hätten. Jeder Tag ist toll. Ich arbeite immer noch mit meinen vier besten Freunden zusammen. Das ist ein Riesenspaß. Ich will nicht sagen, dass es der beste Job der Welt ist - für manche Menschen ist er das ganz sicher nicht. Aber für mich ist er perfekt und ich bin sehr froh, dass ich diesen Job habe.


POPCONNECTION: Hat der große Erfolg der Band dein Leben verändert?

Ricky: Er hat alles verändert: Vom ersten Gedanken, den ich beim Aufwachen habe bis hin zum letzten Gedanken, den ich nachts mit ins Bett nehme. Das hier ist alles für mich. Das ist meine ganze Welt. Weißt du, was ich meine?! Es hat alles verändert.


POPCONNECTION: Ich danke dir sehr für das Interview! Viel Glück für die Show heute Abend!

Ricky: Ich danke dir für den Anruf. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Hab noch einen schönen Tag. Bye!


POPCONNECTION: Bye!


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