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POPCONNECTION - Im Interview - Morning Boy: "Wir behaupten unverfroren, dass wir eine klassische Popband in der Tradition der Beatles sind"
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Morning Boy

MORNING BOY

"Wir behaupten unverfroren, dass wir eine klassische Popband in der Tradition der Beatles sind"
Datum: 06. August 2008 (E-Mail)
Interview: Katrin Reichwein
Foto: Ines Punessen

Die vier Herren Jörg Schmidt (vocals, guitar), Patrick Lange (guitar, backing vocals, sounds), Christian Preußer (bass) und Arrigo Reuß (drums) alias Morning Boy aus dem Großraum Frankfurt überraschten Anfang des Jahres mit einer 6-Track-EP, die es in sich hat. Das in Eigenregie veröffentliche "For Us, The Drifters. For Them, The Bench." bietet Kopf fordernden und gleichzeitig Bauch kraulenden Indie-Rock auf höchstem Niveau. Für Schubladendenken ist hier kein Platz. Morning Boy verstehen es den Hörer auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mit zu nehmen. Selten lagen Tief- und Frohsinn so nah beieinander wie auf dieser EP, die auf der Webseite der Band inklusive Cover kostenlos heruntergeladen werden kann.



POPCONNECTION: Seit wann gibt es die Band Morning Boy und wie habt ihr zueinander gefunden?

Christian: Die Band Morning Boy existiert als Quartett aus Gründen der Einprägsamkeit seit dem 01.01.08. Davor sind wir als Quintett durch die Lande gezogen, mit einem Namen, über den wir an dieser Stelle lieber den Mantel des Schweigens hüllen wollen. Demnach kennen wir uns auch schon eine ganze Weile.


POPCONNECTION: Ihr bietet eure EP "For Us, The Drifters. For Them, The Bench." zum kostenlosen Download an. Welche Chancen seht ihr in dieser Veröffentlichungs-Form?

Christian: Durch den kostenlosen Vertrieb der EP über unsere Homepage erhoffen wir uns, dass viele interessierte Hörer nicht nur kurz in die Songs reinhören, sondern sie vielleicht auf ihren iPod laden oder im Auto mit Freunden hören. Uns liegt es vor allem am Herzen, unsere Musik möglichst vielen Leuten zugänglich zu machen. Generell ist diese Idee für junge Bands eine interessante Möglichkeit, sich Gehör zu verschaffen.


POPCONNECTION: Ihr habt die EP komplett in Eigenregie aufgenommen und produziert. Wo habt ihr sie aufgenommen und wie lange habt ihr ungefähr gebraucht?

Christian: Die EP entstand in unserem heimischen Proberaum. Dort haben wir in ca. 6 Monaten alle Spuren eingespielt und produziert. Unserem Sänger Jörg hat die Aufnahme zahlreiche schlaflose Nächte bereitet. Zum Abschluss hat ein Freund der Band die EP abgemischt.


POPCONNECTION: Wie sind die Resonanzen auf die EP bisher? Wisst ihr, wie viele Leute sie bereits heruntergeladen haben?

Christian: Die Resonanzen sind durchweg positiv. Mittlerweile gehen die Downloadzahlen mit großen Schritten auf die 500er Marke zu. Zudem haben wir der EP ja auch unseren Labelvertrag zu verdanken. Und Beschwerden gab's bisher auch noch keine.


POPCONNECTION: Und wie kam der Kontakt zum Label Waggle-Daggle zustande? Das Label lag ja eine ganze Weile auf Eis...

Christian: Als Frankfurter Musik-Interessierter kommt man um das Label waggle-daggle natürlich nicht herum. Wir alle waren und sind große Fans der Bands des Labelkatalogs. Daniel und Mauri, die Inhaber, kennen wir durch die Szene in Frankfurt schon etwas länger. Nach dem Umzug der beiden nach Berlin, und später von Daniel weiter nach Freiburg, gönnte sich das Label eine Erholungspause, um nun wieder mit voller Kraft in See zu stechen. Die Anfrage von waggle-daggle kam aufgrund deren Begeisterung für unsere Musik und nach Live-Sichtung auf unseren Schreibtisch geflattert.


POPCONNECTION: Wem gehört die Frauenstimme, die immer wieder auf "For Us, The Drifters. For Them, The Bench." zu hören ist? Und wer von euch spielt so herzzerreißend Saxophon ("We Came Along This Road")?

Christian: Es sind zwei unterschiedliche Frauenstimmen, die man auf "For Us, The Drifters. For Them, The Bench." hören kann. Auf "Whatever" singt Patricks Freundin Wibke, während Christians Freundin Lisa "Seventh Hymn For The Lost In Details" mit ihrer Stimme versehen hat. Das Saxophon hat übrigens ein guter Freund, Luca (Bassist der Band Black Gloves), in einer nächtlichen Session eingeblasen.


POPCONNECTION: Wer ist bei Morning Boy für das Songwriting verantwortlich und worum geht es in euren Songs?

Christian: Generell ist es so, dass unser Sänger Jörg eine Grundidee vorstellt, die von der gesamten Band im Proberaum weitergesponnen wird. Auch beim Entwerfen der Texte wird dieser Prozess verfolgt. Schließlich liefert Jörg die Gesangsmelodie, auf welche ein Text geschneidert wird. Diese Texte handeln oftmals von der Romantik des Loslassens, von Freiheit im Allgemeinen.


POPCONNECTION: Ganz allgemein: Wie würdet ihr euren musikalischen Stil beschreiben? Ist da irgendeine Schublade, in die ihr euch stecken lassen würdet?

Christian: Wir behaupten unverfroren, dass wir eine klassische Popband in der Tradition der Beatles, Radiohead oder U2 sind. Dies liegt nicht daran, dass wir behaupten, in der Lage zu seien, solch unvergängliche, grandiose Musik zu machen. Sondern viel mehr daran, dass diese Bands unsere Haupteinflüsse sind und sich diese unweigerlich auch auf unsere Musik niederschlagen. Oftmals hören wir, dass wir Indiepop machen. Also geben wir es einfach mal so weiter.


POPCONNECTION: Was würdest ihr als Inspirationen und Einflüsse bezeichnen?

Christian: Auf musikalischer Ebene, wie gesagt, sind es vornehmlich die Beatles, Radiohead, U2. Hinzu kommen sicherlich Sonic Youth, Interpol, Editors, The Smiths und Joy Division. Leonard Cohen ebenfalls. Auch Filme und Literatur dienen uns oftmals als Einflüsse.


POPCONNECTION: Was macht ihr im Leben außerhalb der Musik?

Christian: Die Saitenfraktion studiert. Arrigo, Schlagzeuger und Nesthäkchen, schreibt 2009 sein Abitur.


POPCONNECTION: Wie sehen eure weiteren Pläne für die Zukunft aus?

Christian: Im Dezember dieses Jahres kommen wir mit einer kleinen Überraschung um die Ecke. Nächstes Jahr wird unser Debütalbum via Waggle-Daggle die Plattenläden entern, wir spielen eine Tour, Festivals und genießen unser Dasein als selbstgefällige, reiche Rockstars.


POPCONNECTION: Vielen Dank für das Interview!

Christian: Wir haben zu danken!


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