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POPCONNECTION - Konzerte - A Place To Bury Strangers - 18. September 2013, Gleis 22, Münster
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KONZERTE
A Place To Bury Strangers

A PLACE TO BURY STRANGERS

18. September 2013, Gleis 22, Münster
Autor: Katja Embacher
Foto: Pressefoto

Was ihre Live-Shows angeht, sind A Place To Bury Strangers für zwei Dinge bekannt: Ihre Lautstärke und ihre Unkonventionalität. Beides stellt das New Yorker Trio bei seinem Konzert im Münsteraner Gleis 22 unter Beweis.

Kaum haben sich Oliver Ackermann, Dion Lunadon und Robi Gonzalez auf der Bühne eingefunden, dreschen sie los, was die Instrumentarien hergeben. Der Raum versinkt derweil in einem Kontrast aus überlebensgroßem Sound und punktuell illuminierter Dunkelheit. Einige Projektoren werfen verirrte Lichtstrahlen über die Bühne, die sich in diffusen Nebelschwaden verlieren. Dazwischen zeichnen sich die Silhouetten der drei Protagonisten ab, deren immens druckvoller Sound die Wände selbst auf dem stillen Örtchen noch in leichte Schwingungen versetzt. In dem dröhnenden Gewitter aus Schlagzeug, Gitarre und Bass fällt es schwer, einzelne Songs oder Ackermanns Gesang auszumachen. Die Stücke gehen naht- und kommentarlos ineinander über. Niemand verliert ein Wort. Weder auf noch vor der Bühne. Wenn A Place To Bury Strangers sprechen, haben die anderen Sendepause. Es wäre ohnehin zu laut für ein kommunikatives Tête-à-Tête. Alles wird fortgerissen von dem Sturm, den das Trio durch die Boxen jagt - die Anwesenden miteinbegriffen. Ich frage mich, ob es Indifferenz oder Ekstase ist, die die Band dazu beflügelt, ihr Set ohne jegliche Form der Interaktion durch den Abend zu prügeln. Würde ich versuchen, meinen Hirnwindungen eine Antwort abzuringen, könnte ich sie wahrscheinlich nicht einmal hören. Also schließe ich mich den restlichen Konzertbesuchern an und verliere ich mich in dem übermächtigen Klanggetöse, das Kopf und Trommelfelle trotz Ohropax ordentlich durchspült.

Nachdem sich die Beleuchtung beim letzten Song auf das surreale Lichtspiel einer Leuchtstoffröhre beschränkt, die Oliver Ackermann vor seiner Gitarre herumschwenkt, wird es mit einem Schlag dunkel. Und still. A Place To Bury Strangers verlassen die Bühne ohne Worte. Auch ich bin sprachlos nach dieser musikalischen Begegnung der dritten Art. Ohne Introduktion ballert das Trio direkt auf die Zwölf. Teilt zünftig aus, spielt das Publikum an die Wand und bringt diese dabei fast zum Einsturz. Und verschwindet dann mir nichts, dir nichts, als hätte die letzte Dreiviertelstunde nie stattgefunden. Was APTBS hier abgeliefert haben, könnte man durchaus als Dreistigkeit bezeichnen. Allerdings derart souverän und cool dargebracht, dass ich mich davor nur noch verneigen kann. Begeisterung und Taubheit liegen am heutigen Abend ebenso dicht beieinander, wie Unkonventionalität und Lautstärke.



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