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POPCONNECTION - Konzerte - Black Rebel Motorcycle Club - 09. April 2013, Live Music Hall, Köln
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KONZERTE
Black Rebel Motorcycle Club

BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB

09. April 2013, Live Music Hall, Köln
Autor: Katja Embacher
Foto: Pressefoto

Wer einmal in den Genuss eines Black Rebel Motorcycle Club-Konzerts gekommen ist, der weiß, dass die Nächte mit dem kalifornischen Trio laut, schweißtreibend und vor allem lang werden können. Ein Ereignis, das man sich schon lange vorher fett im Kalender anstreicht und auf das man sich jedes Mal wieder diebisch freut. Auf dem letzten Gig seiner Europa-Tour kehren BRMC in der Kölner Live Music Hall ein, die bis in die letzten Reihen gefüllt ist.

Ein Raunen erfüllt den Raum, als Peter Hayes, Robert Levon Been und Lea Shapiro um 21 Uhr die Bühne erklimmen. Der Opener des The Call Covers "Let The Day Begin" rollt wie eine Walze durch den Raum. Eine druckvolle Hommage an Been's Vater, der 2010 auf der Tour von BRMC an einem Herzinfarkt verstarb. Die Wucht der Gitarrenbretter und Bassläufe ist größer als das Fassungsvermögen der Live Music Hall, sodass die Qualität des Sounds leicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Sich darüber zu beklagen wäre jedoch Jammern auf höchstem Niveau. Immerhin lauscht man hier Rock 'n' Roll in Reinform und nicht der Streicheraufführung von Beethoven's 5. Symphonie. Spätestens bei dem angriffslustigen "Rival" schaltet man das Hirn ohnehin aus und ist nur noch mit dem Bauch dabei. Der Nachfolger "Red Eyes And Tears" schraubt zwar das Tempo etwas herunter, fackelt allerdings zeitgleich den ersten großen Hit ab. In den vorderen Reihen reißt man die Arme in die Luft, der hintere Teil der Location wippt, die Welle des Applauses rollt durch den Raum und brandet vor der Theke am Ende der Halle.

Generell setzt das Trio auf Abwechslung. Das Set beherbergt Tracks aus der kompletten Diskographie der Band. Schmankerl des neuen Longplayers "Specter At The Feast" wechseln sich mit All-Time-Faves wie "Berlin", "Love Burns", "Ain't No Easy Way" oder dem obligatorischen "Whatever Happened To My Rock 'n' Roll" ab. Lässige Midtempo-Nummern à la "666 Conducer" oder "Beat The Devil's Tatoo" treffen auf Brecher wie "Teenage Disease". Ein fliegender musikalischer Wechsel zwischen Zeiten und Tempi, ausdrucksstark untermalt vom Farbspiel der Lichtanlage. Satte Gelb- und Rottöne münden in flackerndem Strobo, das das Trio in ein unwirkliches Schwarz-Weiß hüllt. Darin eingebettet finden sich mit den Akustiktracks "Devil's Waitin'" und der "Weight Of The World"-B-Seite "Mercy" entspannte Ruheinseln. Auch, wenn BRMC das Publikum während der gesamten Spieldauer über in ihren Bann ziehen, so sind es doch überwiegend die energiegeladenen Stücke, mit denen die Band die Anwesenden mit sich reißen. Die Energetik, die Been, Hayes und Shapiro investieren, fordern sie auch ein. Grenzen werden gezogen, um überschritten zu werden. Zeitliche wie körperliche. Nach zwei Stunden rebelliert die Wirbelsäule, drei Tracks später spürt man sie nicht mehr. Das einzige, was bleibt, ist die Wand aus Bassläufen, aufgeschraubten Gitarren und prügelnden Drums. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum am Ende der offiziellen Spielzeit "Six Barrel Shotgun" und "Spread Your Love" trotz langsam einsetzender Erschöpfung frenetisch gefeiert werden.

Nach zweieinhalb Stunden beschließen BRMC das Konzert mit "Sell It" und dem achtminütigen Epilog "Lose Yourself". Vorneweg entschuldigt sich Robert Levon Been für das Ende der Show. Langsam wird es Zeit, in ein paar Stunden geht der Flieger. Und man glaubt ihm in diesem Moment absolut, dass das Trio unter anderen Umständen noch länger gespielt hätte. Ohne Frage einer der besten Gigs des noch jungen Jahres!



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