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POPCONNECTION - Konzerte - Blackmail - 28. April 2008, Batschkapp, Frankfurt
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Blackmail - 28.04.2008, Batschkapp, Frankfurt

BLACKMAIL

28. April 2008, Batschkapp, Frankfurt
Autor: Katrin Reichwein
Foto: Pressefoto

Dioramic ernten für Headbangen mit kurzen Haaren nur verhaltenes Klatschen vom Batschkapp-Publikum. Man fragt sich, ob Blackmails Aydo Abay wieder einmal mit Intro-Redakteuren zu tief ins Vodka-Glas geschaut hat, als das Trio aus Kaiserslautern den Zuschlag für den Support-Slot bekam. Experimental-Alternative trifft Death-Metal-Grunzen trifft Screamo-Gebrüll. Die "bösen Lieder" sind definitiv einzigartig. Es ist nicht zu leugnen, dass viel Talent in den Pfälzern steckt. Klangliche Dichte, Stimmvariationsbreite galore. Und dennoch fallen mir mindestens fünf Bands aus dem Tonstudio 45-Umfeld ein, die hier besser her gepasst hätten.

Runde vierzig Minuten später betont Aydo auch schon, dass er nicht betrunken, ob des Tourstarts "in der Stadt mit der tollsten Skyline" aber wahnsinnig aufgeregt ist. Das Opener-Dreiergespann "U Sound", "The Mentalist" und "Mine Me I" will dennoch oder gerade deswegen nicht recht zünden. Spätestens mit dem folgenden "Evon" und "It Could Be Yours" haben Koblenz Finest aber alle auf ihre Seite gezogen. Die eigene Nervosität ist besiegt. Eine Diskussion, ob Aydo ein Placebo-T-Shirt trägt, leitet perfekt "False Medication" ein. Die ersten Shirts landen auf der Bühne, im Pit herrscht eine kleine Wasserschlacht. Bei "(Feel It) Day By Day" fliegen schließlich nicht nur Kleidungsstücke auf, sondern auch Stagediver von der Bühne. Kleine Patzer, wie das misslungene Melodica-Solo bei "The Good Part", fallen dank guter Stimmung hüben wie drüben nicht weiter ins Gewicht.

Das orientalisch angehauchte "It's Always A Fuse To Live At Full Blast" bildet inklusive gekonntem (Bier-)Bauchtanz von Herrn Abay den Abschluss des regulären Sets. Wüsste man es nicht besser, könnte dieses aufwühlende Monster der neue, nicht besser gewählte, Konzertabschluss werden. Aber nichts da. Das dicke "Moonpigs"-Trompetensolo läutet Zugaberunde Eins ein, der mit "Same Sane" das Sahnehäubchen aufgesetzt wird. Experimentell wird es mit dem erstmals live gespielten, für Blackmail'sche Verhältnisse relativ ruhigen, "So Long Goodbye". Sollte es in die Hose gehen, fliegt es aus der Setlist. Tut es natürlich aber nicht. Nach weiteren Danksagungen an Frankfurt, erneutem Abgang und frenetischen Zugaberufen bleibt es mit "Air Drop" melancholisch - bis beim Fünfzehn-Minüter "Friend", für diese Tour in ein wenig modifiziertes Gewand gekleidet, ein letztes Mal Myriaden an Stagedivern durch die Lüfte gleiten. Das sich immer wieder zu neuen Höhen aufschwingende, niemals enden wollende "Friend" alleine macht ein Blackmail-Konzert jeden Cent wert. Könnte man, nein, frau, (Kurt Ebelhäusers) Gitarrenriffs ehelichen, ich würde es tun. Carlos Ebelhäusers virtuose Basslinien nehme ich gleich noch mit dazu. Gelungener kann ein Tourauftakt kaum sein.


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