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POPCONNECTION - Konzerte - Carl Barat - 11. April 2011, Atomic Cafe, München
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Carl Barat - 11.04.2011, Atomic Cafe, Muenchen

CARL BARÂT

11. April 2011, Atomic Café, München
Autor: Andreas Kussinger
Foto: Pressefoto

Die Libertines sind zurück in Deutschland. Naja, die Aussage ist ebenso richtig wie falsch, denn während Peter Doherty am vergangenen Montag in der Hauptstadt zu Gast war, präsentierte sein einstiger Bandkollege in München sein jüngst veröffentlichtes Solomaterial. Aber nicht nur der Ort ist ein anderer, auch was die Besucherzahlen angeht, trennen die beiden Welten. Carl Barât füllt keine Hallen, aber für ein ausverkauftes Atomic Café reicht es allemal. Hinzu kommen noch jene Zuschauer, die sich später am Abend zur als "Midnight Special" angepriesenen Zusatzshow eingefunden haben. Doch zurück zur ersten Show. Diese wird eröffnet von den sympathisch nervösen Nachwuchs-Indierockern Lucky Fish. Die wechseln zwar den Musikstil im Verlauf ihres Sets noch öfter als sie betonen, welche Ehre der Auftritt im Vorprogramm von Carl Barât doch sei, können aber überzeugen.

Nach kurzer Umbauphase betritt schließlich Carl Barât nebst Begleitband die kleine Atomic-Bühne und stellt gleich unter Beweis, dass auch alle jene Zuschauer nicht enttäuscht den Heimweg antreten werden, die ja doch nur gekommen sind, um irgendeinen alten Hit zu hören. Mit "The Man Who Would Be King" sorgt Barât für einen ersten Begeisterungsschub – und schürt gleichzeitig eine Erwartungshaltung, die er bis zum Ende des Sets nicht mehr losbekommt.

Eigentlich will der Mann ja sein Solomaterial präsentieren, das etwas schwerere Kost als die bekannten Libertines-Melodien bietet. Der Nick Cave-hafte Gesang und die spärliche Instrumentalisierung wollen nicht so Recht ins Gesamtbild des Abends passen, und werden denn auch eher artig beklatscht als frenetisch gefeiert Schade eigentlich, da Barât erfolgreich die ausgetretenen Pfade verlassen hat und sich mit seinem neuen Album in bisher unbekanntes Terrain vorwagt. Das hätte eigentlich mehr Aufmerksamkeit verdient. Er hat aber ganz offensichtlich kein Problem damit, dem Publikum zu bieten, was dieses hören möchte. Nach kurzen Phasen mit neuem Material, von dem nur die Single "Run With The Boys" etwas mehr Beachtung findet, folgt zuverlässig wieder ein Libertines- oder Dirty Pretty Things-Song. Aber was soll’s, die Dirty Pretty Things hatten ja ein paar Hits, etwa das tolle "Bang Bang, You're Dead", und es ist einfach großartig, so wunderbare Songs wie "Up The Bracket" oder "Death On The Stairs" live zu hören. Da kann man beinahe vergessen, dass der andere Libertine in einer ganz anderen Ecke der Republik auf der Bühne steht und seine eigenen Songs trällert.

Nachdem Carl und Konsorten sich nach einer ausführlichen Zugabe noch mit "Don't Look Back Into The Sun" verabschieden, ist wohl jeder der Anwesenden glücklich. Mit Ausnahme der vorm Atomic ausharrenden Gäste des "Midnight Specials", die schließlich mit einstündiger Verspätung endlich Einlass erhalten. Scheiß Idee, das mit den zwei Gigs in Reihe. Die Freude über einen schönen Konzertabend soll das aber nicht schmälern.



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