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POPCONNECTION - Konzerte - Cloudberry - 08. April 2008, Das Bett, Frankfurt
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Cloudberry - 08. April 2008, Das Bett, Frankfurt

CLOUDBERRY

08. April 2008, Das Bett, Frankfurt
Autor: Katrin Reichwein
Foto: Kamil Kascha

Man(n) erzählt mir immer wieder, dass es im Sachsenhausener Bett meist so gerammelt voll ist, wie es sonst nur auf diversen WG-Küchen-Parties vorkommt. Dass gar viele vor der Tür stehen bleiben müssen – und das nicht wegen des hessischen Nichtrauchergesetzes. Doch irgendwie ist das nie der Fall, wenn ich mich in die schnuckeligen Altstadtgässchen Frankfurts verirre. Nach dem obligatorischen "Hallo, ich steh' auf der Gästeliste..." an der Theke, erwartet mich einmal mehr ein leerer Raum. Drei Gestalten tummeln sich an der Bar. Im Laufe des Abends werden noch gut-geschätzte zwanzig daraus.

Wohnzimmerkonzert nennt man das dann wohl. Für Cloudberrys Zwecke scheint der Gig in familiärer Atmosphäre heute allerdings der Idealzustand, denn es gilt Neues auszuprobieren. Nach Moni Grysas überraschendem Ausstieg steht nun wieder ein Mann am Bass: Sebastian Lübeck, eine Hälfte der "AgenturFürKrankeMedien", die schon das Artwork für "Graceful & Light" entworfen hat und sich auch für ihre Videoclips verantwortlich zeichnet. Dank anfänglicher Soundprobleme dringen aus dem Hintergrund Wortfetzen wie "Boah, ist das ein geiles Teil..." an mein Ohr. Gemeint ist Sebastians schicker Bass, ein Epiphone Thunderbird IV, der Style und Klangperfektion miteinander vereint. Das nenne ich Punktsieg schon vor dem ersten gespielten Ton. Premiere folgt auf Premiere. Daher soll an dieser Stelle auch nicht unerwähnt bleiben, dass Sänger und Gitarrist Marco Pleil sichtlich stolz seine nigelnagelneue Fender Telecaster Deluxe 72 das erste Mal auf Livezwecke testet.

Dafür, dass die drei Herren in neuer Besetzung mit neuen Instrumenten das erste Mal vor Publikum stehen, meistern sie den Abend bravourös. Neu ist auch, dass Marco von Drummer Thomas Wolf nun gesanglich unter die Arme gegriffen bekommt. Noch etwas zaghaft versucht er Monis verlorengegangene Stimme zu ersetzen. Ob die anwesende Moni das nicht auf sich sitzen lassen will, sei dahingestellt. Bewaffnet mit drei Pinnekens Jägermeister stürmt sie, noch in der dicken Winterjacke, ohne große Erklärungen auf die Bühne, um Cloudberry bei "Hits And Hugs" ein endgültig letztes Mal zu unterstützen. Chapeau, Moni!

Die Dreiviertelstunde Cloudberry entwickelt sich von den gefühlten hundert Cloudberry-Konzerten in sechs Jahren, die ich gesehen habe, nach und nach zu einem der Besten. Die anfängliche Nervosität des Trios vor diesem Gig schwindet von Song zu Song. Aus den Zwei-Minuten-Sahnestückchen von Platte werden live ausufernde Stücke mit großem Volumen, die auch wunderbar in großen Hallen funktionieren könnten. "Anything Goes" und "Ripcord" etwa fließen kaum spürbar ineinander über. "Innuendo" oder das melancholische "The Paingarden" sorgen auch ohne Orchester aus der Konserve für Gänsehaut. 2008 könnte endlich das Jahr für Cloudberry werden. Es wäre ihnen von Herzen zu wünschen.


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