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POPCONNECTION - Konzerte - Everlaunch - 05. Oktober 2006, Magnet, Berlin
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Everlaunch - 05.10.2006, Magnet, Berlin

EVERLAUNCH

05. Oktober 2006, Magnet, Berlin
Autor: Henry Kasulke
Foto: Pressefoto

Ui jui jui. Was diese junge Kombo aus dem eher unglücklich zu Ruhm gekommenen Rotenburg (Niedersachsen) an Referenzen aufweisen kann, ist für eine Newcomer-Formation schon erstaunlich: 160 Konzerte mit durchaus nicht unpopulären Acts wie Slut, Eskobar, den Beatsteaks oder Blackmail. Außerdem waren sie Act des Monats im "Visions"-Magazin 09/06.

Doch lösen wir uns von solchen Ritterschlägen und sehen uns das Ganze einmal selbst an. Noch recht leer ist's im Magnet als Everlaunch um etwa 22 Uhr die Bühne betreten. Routiniert und mit viel Bewegung eröffnen sie ihr Set mit "Picturefreak", der als expositorischer und rockiger Opener eine gute Figur macht. Schnell wird klar, dass den Jungs Namen wie The Cooper Temple Clause, Blackmail, Slut oder Nada Surf nicht unbekannt sind und sie durchaus wissen, wie so etwas zu klingen und auszusehen hat. Auch die folgenden Songs wissen zu rocken, sind soundtechnisch gut umgesetzt und begleitet von einer leidenschaftlichen Bühnenpräsenz. Was der Band allerdings fehlt, ist eine wirklich charismatische Stimme. Vokalist/Gitarrist Patrick singt technisch solide, doch mangelt es ein wenig am besonderen Etwas.

Everlaunch machen ihre Sache dennoch insgesamt sehr gut und beweisen, dass sie in Punkto Songwriting, Sound und Präsenz Gigs in der eingangs erwähnten Größenordnung durchaus gewachsen sind. Zusätzlich wirken die Jungs äußerst sympathisch, nicht zuletzt durch Patricks schüchterne, schon fast demütigen, aber gut artikulierten Ansagen.

Die Zuschauerzahl nimmt während der nächsten Songs "Love Yourself" und "Isolation" merklich zu - der Raum ist etwas mehr als halb gefüllt, was etwa 60 Zuschauern entspricht. Einige wenige tanzen, die meisten hören und sehen zu. Dies ändert sich bis Ende des Konzerts nicht grundlegend.

Den vierten Song "Out Of Control" möchte ich dem geneigten Leser als gelungenen melodiösen rockigen Uptempo-Song besonders ans Herz legen, zumal er in Ansätzen an einige Stücke von Placebo erinnert. Selbige Attribute gelten für das wenig später im Set auftauchende "Family Affair". Mit der zwischen Euphorie und Nachdenklichkeit pendelnden Midtempo-Nummer "Setting Sun" beschließt die Band ihr Set, was zu vereinzelten Zugabe-Rufen führt. Die Band lässt nicht lange auf sich warten und rundet das Konzert mit einem etwas melancholischen Rocker namens "#68" ab. Ein weiterer Song, dessen Stärken in den Gitarrenmelodien und dem Zusammenspiel der Band liegen.

Ein netter Abend geht zu Ende. Wer den genannten Bands zugeneigt ist und einen Act sehen möchte, der jenen Stil gekonnt und leidenschaftlich umzusetzen weiß, dem sei Everlaunch durchaus wärmstens zu empfehlen.


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