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POPCONNECTION - Konzerte - Ghost Of Tom Joad, Beat! Beat! Beat!, Manuel Kant - 26. März 2011, Sputnikhalle, Münster
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KONZERTE
Ghost Of Tom Joad, Beat! Beat! Beat!, Manuel Kant - 26.03.2011, Sputnikhalle, Muenster

GHOST OF TOM JOAD, BEAT! BEAT! BEAT!, MANUEL KANT

26. März 2011, Sputnikhalle, Münster
Autor: Axel Schinkel
Foto: Michaela Wicher

Konzerte mit Fußball-Länderspiel-Konkurrenz sind immer ein kleines Risiko. Zum Glück geht es heute nur gegen Kasachstan, wo mit keiner großen Überraschung zu rechnen ist, so dass man davon ausgehen kann, dass das Konzert dennoch recht gut besucht sein dürfte. Schließlich hat das einstmals in Münster gegründete und mittlerweile in Berlin ansässige Label Richard Mohlmann Records zu einem kleinen Familientreffen geladen.

Dass es sich nur um ein kleines Familientreffen handelt, liegt nicht an den Zuschauern, die mit einer Anzahl von knapp über 300 Leuten die Halle recht gut gefüllt erscheinen lassen, sondern eher an der Bandauswahl, die auf drei nationale Bands beschränkt wurde. Dass dieses Label jedoch mehr zu bieten hat, bestätigt später am Abend auch Henrik Roger, Sänger der heutigen Hauptband Ghost Of Tom Joad: "Es ist toll auf diesem wundervollen Label zu sein, mit tollen Leuten und tollen Bands wie Beat! Beat! Beat!, Kristoffer Ragnstam, The Cinematics und den großartigen Miyagi, die sich leider schon aufgelöst haben." (An dieser Stelle sei vielleicht angemerkt, dass es sich bei der letzten Band um meine ehemalige Band handelt und ich gewillt bin, dennoch erdenklichst objektiv zu berichten, soweit dies überhaupt meine Fähigkeiten ermöglichen.) Die Vorstellungsrunde hätten wir somit hinter uns. Bleibt nur noch ein kurzer Satz zu der aus Landshut stammenden Band Manual Kant, die nicht auf dem Label ist, aber dennoch den heutigen Abend eröffnen darf, von mir jedoch leider knapp verpasst wird. Man erzählt mir von einer mehr oder weniger typischen Studentenband mit durchschnittlichen deutschen Texten und im Vordergrund stehenden Gitarrenspielereien. Ich nehme mir vor, später mal via Myspace reinzuhören, weiß aber schon jetzt, dass ich es wohl bei der Publikumskritik belassen werde, um mich lieber den anderen Bands zu widmen.

Für mich machen somit Beat! Beat! Beat! den Anfang, deren ersten Takte von "Hard To Cherish" mich von der Garderobe weg und vor die Bühne treten lassen. Der erste Blick sagt mir, dass die vier Viersener noch immer so jung aussehen wie vor circa einem Jahr als ich sie das erste Mal sehen durfte. Musikalisch und vor allem in Anbetracht ihrer Bühnenpräsenz scheinen B!B!B! jedoch gereift zu sein und schaffen es selbstbewusst und mit einer auf das Publikum überspringenden Freude am eigenen Spiel zu überzeugen. Dem gemischten, aber in den ersten Reihen überwiegend jungen weiblichen Publikum gefällt dies. Wie ich, weiß wohl auch das mitsingende und tanzende Publikum, dass Ghost Of Tom Joad diesen Auftritt nur schwer toppen können, weil hier einfach alles stimmig ist und das komplette Debütalbum "Lightmares" inklusive Hidden Track beweist, dass hier eine Band auf der Bühne steht, die mehr ist als nur die deutschen Foals oder die neuen Kilians.

Aber letztlich geht es heute ja nicht um Konkurrenz, so dass sich GoTJ freuen dürfen, dass so toll vorgelegt wurde. Schließlich handelt es sich hier und heute im heimischen Münster um den Tourabschluss zu ihrem neuen Album "Black Musik". Dann beginnt auch schon der Song "Renegades Of Love" vom Debütalbum, der mich davon abbringt, mich näher mit den Fair Trade Jutebeuteln von B!B!B! am Merchstand auseinander zu setzen. GoTJ haben mit ihren mittlerweile drei Alben die Qual der Wahl, was ihre Setlist betrifft. Dennoch schaffen sie es relativ ausgewogen Songs aus allen Werken zu präsentieren. Trotz der unterschiedlichen Instrumentierung der Alben, des Wechsels zwischen Gitarre und Orgel, sind die Songs und der Sound sehr gut aufeinander abgestimmt, so dass einige Songs in einem ganz neuen Gewand auf die Bühne kommen. Ich für meinen Teil würde mir wünschen, auf Roxette- und Police-Cover zu verzichten und stattdessen mehr Songs vom neuen Album mit weniger Synthie und dafür etwas gitarrenlastiger zu hören, weil sie meiner Ansicht nach so mehr Kraft besitzen, was allerdings nicht zuletzt auch an Christoph Schneiders energiegeladenen und sehr präzisen Schlagzeugspiel liegt. Für eine Tourempfehlung ist es jetzt zwar etwas zu spät, aber festzuhalten bleibt, dass die neuen Lieder in der Liveumsetzung vermutlich auch jene GoTJ-Fans überzeugen können, die von "Black Musik" vielleicht nicht ganz so angetan sind. Nach circa einer Stunde Programm ist die Show der drei Münsteraner dann auch schon wieder vorbei. Weiter gefeiert wird nun im AMP, wo die offizielle Aftershowparty stattfindet, was in diesem Konzertbericht jedoch nicht en detail ausgeführt werden muss. Bleibt nur noch das Länderspielergebnis nachzuliefern: Deutschland – Kasachstan 4:0.



Myspace: www.myspace.com/ghostoftomjoad
               www.myspace.com/beatbeatbeatband
               www.myspace.com/manualkant

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