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POPCONNECTION - Konzerte - Gisbert zu Knyphausen - 12. November 2010, Amp, Münster
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Gisbert zu Knyphausen - 12.11.2010, Amp, Münster

GISBERT ZU KNYPHAUSEN

12. November 2010, Amp, Münster
Autor: Michaela Wicher
Foto: Axel Schinkel

Von einem Experiment war im Vorfeld des ausverkauften Konzerts von Gisbert zu Knyphausen die Rede und zwar im Newsletter von Eavo, dem DJ und Veranstalter des Hauptanteils der im Amp stattfindenen Partys und Konzerte. Er wies darauf hin, dass zum ersten Mal die Bühne nach drei Richtungen geöffnet sein würde. Eine Herausforderung also für Gisbert – musste und wollte er doch auch bestimmt allen Publikumsseiten gerecht werden. Das Öffnen zu drei Seiten erwies sich in Anbetracht der über 300 anwesenden Gäste dann auch sofort als sinnvoll und vor allem als notwendig. Wäre diese Entscheidung nicht getroffen worden, so hätte sicherlich höchstens die Hälfte des Publikums dem Konzert beiwohnen können. Bei zwei geöffneten Seiten hätte es ein äußerst heftiges Ölsardinen-Feeling gegeben – das allerdings allein aufgrund von Sicherheitsstandards auf keinen Fall zugelassen worden wäre und zur Folge gehabt hätte, dass die Hälfte des Publikums enttäuscht gewesen wäre, das Konzert nicht miterleben zu können.

Gisbert und Band jedenfalls haben die Herausforderung angenommen und die schwierige aber auch spannende Aufgabe sehr gut gelöst. Zum einen wählte Gisbert die goldene Mitte in Richtung Theke, um niemandem den Rücken zuzukehren. Zum anderen entschied er sich immer Mal wieder für die Methode der Rotation, so dass jeder Publikumsflügel zufrieden gewesen sein dürfte. Gisbert und Band gaben an diesem Abend sowohl Lieder des ersten selbstbetitelten Albums als auch vom Folgewerk "Hurra! Hurra! So nicht." zum Besten und riefen damit Begeisterung auf allen drei Seiten hervorrief, wie zum Beispiel beim umjubelten "Melancholie". Das Publikum wollte ihn dann auch gar nicht gehen lassen und verlangte nach einer Zugabe. Aufgrund der Öffnung zu den drei Seiten konnte von Entscheidungsfreiheit in Bezug auf das Verlassen der Bühne kaum die Rede sein. Anlass, Gisbert am Gehen zu hindern, bestand jedoch gar nicht. Die Band und er hinterließen absolut den Eindruck, gerne noch ein bisschen länger auf der Bühne zu verweilen.

Spekulieren lässt sich allerdings nur, weshalb Gisbert trotz diverser Zurufe das Lied "Wer kann sich schon entscheiden?" nicht spielte, das vom Publikum unter dem Titel "Cowboy-Song" gewünscht wurde. Entweder hat sich Gisberts Ansicht zu der Thematik, sich noch nicht fest binden zu wollen, geändert, und er spielte ihn daher nicht mehr. Oder aber er wollte einige der anwesenden Frauen im Publikum nicht verprellen, die dieser Haltung nicht so richtig viel abgewinnen können (ich weiß aus sicherer Quelle zumindest von einer). Sei's drum: Konzert und Atmosphäre waren sehr schön, und so bleibt festzuhalten, dass das Experiment geglückt ist!



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