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POPCONNECTION - Konzerte - I Like Trains - 28. November 2008, Pretty Vacant, Düsseldorf
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I Like Trains - 28.11.2008, Pretty Vacant, Düsseldorf

I LIKE TRAINS

28. November 2008, Pretty Vacant, Düsseldorf
Autor: Katrin Reichwein
Foto: Pressefoto

Das Pretty Vacant in Düsseldorf, gelegen in der Nähe der Schickeria-Einkaufsmeile schlechthin, der Kö, mitten im Amüsierviertel der Altstadt. Eine Kneipe mit Konzertkeller, die nicht so recht in seine Umgebung passen will, ist heute Ort des Geschehens. Um Punkt neun stehen Saboteur auf der engen Bühne des Gewölbekellers. Das Quartett, das den wenigsten ein Begriff sein dürfte, hat sichtlich Probleme mit dem begrenzten Raumangebot. Nicht auszudenken, was vor sich geht, wenn hier mehr als vier Musiker auftreten wollen. Die Hamburger Band spielt, auf den Punkt gebracht, Indie-Rock und hat selbst eine Menge Spaß dabei. So ganz entscheiden mag sich die Truppe um Sänger und Bassist Peter Tiedeken jedoch nicht. Mal poppig, mal gen Post-Rock-Himmel greifend, schrammeln sie sich durch ihre 45 Minuten. Talentiert, und ja, auch sympathisch sind die Nordlichter. Da wechselt Schlagzeuger Matthias Knoop irgendwann an die Gitarre und auch Peter tauscht seinen Bass gegen eine Gitarre. Den Multiinstrumentalisten fehlt jedoch die klare Zielrichtung, um wirklich auf die Liste überraschender Supportbands zu gelangen. Eins, das können sie aber schon wie die Großen: Lautstärke, Baby. Ähnlich wie I Like Trains im Verlauf des Abends, drehen sie schleichend die Verstärker lauter und lauter. Die ersten Oropax werden in die Ohren geschoben.

Eine Trauerflor tragende Band war gestern. iLiKETRAiNS heißen jetzt I Like Trains und machen alles ein bisschen anders. Ohne Trompeter Ashley Dean stehen die Briten nur noch zu viert auf der Bühne. Erst einmal möchte man meinen "Trompete, braucht man doch nicht". Im Laufe des Konzerts lernt man sie jedoch zu missen. Und noch etwas ganz existentielles fehlt aufgrund Ashleys Abgang: Der spannende Erzählcharakter eines I Like Trains-Konzerts in Form multimedialer Inhalte. Noch im Frühjahr haben die Zugliebhaber ihre, von geschichtsträchtigen Ereignissen inspirierten Songs durch bildgewaltige Visualisierungen mit Lerneffekt aufregend untermalt. Dem dichten Sound der Briten tut dies alles jedoch keinen Abbruch.

Bereits der Opener "Twenty Five Sins" klingt vertraut. Mit "A Rook House For Bobby" und "We All Fall Down" werden zu Beginn bereits die "Hits" abgefeuert. Sänger David Martin erzählt zwischen den todtraurigen Songs beschwingt von einem deutschen Kartenspiel, das auf den Namen "Danish Bastard" höre. Warum wir denn etwas gegen die Dänen hätten? Niemand kennt das Spiel, auch nicht das englische Pendant "Shithead", erklären kann er es nicht. Die Verunsicherung aller Anwesenden im Keller wird beherzt hinweg gelacht, als Gitarrist und Keyboarder Guy Bannister auch schon ein Donnergrollen im Raum erklingen lässt. Was folgt, ist ein brandneues Stück. Davids Grabesstimme ist düster wie gewohnt und doch klingt "Lions", das in sagenhaftem Gitarrengeschrammel endet, fast fröhlich. Also doch alles neu im Hause
I Like Trains? Nein, denn gleich im Anschluss überzeugt das neue "Hope", dass die Züge aus Leeds es weiterhin verstehen epische Gitarrenwände aufzutürmen und komplexe Melodien in kleine Geschichten zu verwandeln.

Nach "The Voice Of Reason", der B-Seite Victress sowie dem grandiosen "Terra Nova", heißt es auch schon: "This is our last song". Ein langes "Oooooh" ist aus dem Publikum zu vernehmen. David beschwichtigt: "It's a long one". Und er soll recht behalten. Mit dem fast zehnminütigen "Spencer Perceval" verabschieden sich I Like Trains. Sie kämpfen sich durch die Zuschauer in den nicht wirklich vorhandenen Backstage, um kurz darauf doch wieder auf der Bühne zu stehen und "Before The Curtains Close, Part Two" anzustimmen. Danach ist aber wirklich Schluss.


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