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POPCONNECTION - Konzerte - Phoenix - 13. November 2009, Ringlokschuppen, Bielefeld
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Phoenix - 13.11.2009, Ringlokschuppen, Bielefeld

PHOENIX

13. November 2009, Ringlokschuppen, Bielefeld
Autor: Marc Philipp Meyer
Foto: Pressefoto

Phoenix ist die Band des Sommers und vielleicht sogar die Band der Stunde. Unglaublich, was sie mit "Wolfgang Amadeus Phoenix", (gefühlt coolster Albumtitel seit Jahren), für eine fantastische Platte vorgelegt haben, die einschlug wie eine Bombe und uns auditiv mit den fehlenden Sonnenstrahlen versorgte. Kurzum: Phoenix war der Gute-Laune-Garant des Sommers! Und für unglaublich gute Laune sorgten die sympathischen Franzosen auch im ausverkauften Ringlokschuppen.

"Lisztomania" ist der erste Song und Bielefeld feiert frenetisch. Einen besseren Opener kann man nicht hinlegen und was besonders begeistert ist der klare Gitarrensound von Christian Mazzalai und Laurent Brancowitz, die mit ihrem sehr tighten und definierten Gitarrenspiel die Menge zum Dauertanz entführen. Gefolgt von "Long Distance Call" und "Lasso" fragt man sich, wie Phoenix den Abend jetzt noch toppen wollen, nachdem sie ihre besten Songs gleich zu Beginn gespielt haben und Thomas Mars sein erstes Groupie-Bad in der ersten Reihe genommen hat. "Wollen Sie mehr hören?" fragt er. Die Antwort sind hunderte Arme, die gleichzeitig in die Luft gehen. Gänsehaut. Ob dies noch zu toppen ist? Ja! Denn nach einem einschmiegsamen "Fences" und dem umjubelten "Girlfriend" sind nicht nur die vielen jungen Mädels mit den viel zu großen hippen Brillen, sondern auch die Jungs total aus dem Häuschen. Phoenix spielen bis auf "Count Down" ihr komplettes neues von Fans und Kritikern gefeiertes Album und ein weiterer Höhepunkt neben "Lasso" ist das zweiteilige "Love Like A Sunset". Für den elektrisierenden Zweiteiler wird das Licht gedämmt. Basser Deck D'Arcy greift zu den Tasten und plötzlich werden im Takt zu den elektronischen Beats Lichteffekte auf die Verstärker und die Bühnenwand projiziert, die eine besonders anziehende Atmosphäre erzeugen. "Love Like A Sunset" wird stark improvisiert und hier merkt man, wie gut Phoenix ihre Instrumente beherrschen und dass sie es verstanden haben, wie man geschickt Elektro und Indiedisco mit dem nötigen Popverstand versorgt. Dieser Song steigert sich von Takt zu Takt bis er nach circa zehn Minuten in der absoluten Spiel-Euphorie kulminiert. Wahnsinn. Aber innovativ waren Phoenix schon immer. "Too Young" und "Consolation Prizes" sind zwei weitere Höhepunkte bevor Phoenix die Bühne nach "Rome" verlassen und von einer kreischenden Menge zurückgeschrieen werden.

Für die Zugabe kommt Christan Mazzalai zunächst allein auf die Bühne, um in einem schön verspielten Intro "Everything Is Everything" anzustimmen. Immer wieder fordert Thomas Mars die Menge zu Hand-Choreographien auf. Und spätestens bei der letzten Zugabe "1901" sind alle Hände in der Luft und die Lichteffekte tanzen mit der Menge. Jetzt steht für mich fest: Phoenix IST die Band des Jahres 2009! Doch damit nicht genug! "1901" mutiert heute zum echten Livekracher, denn der Song stoppt gegen Ende abrupt, um in einem fulminanten Finale zu münden, für das Thomas Mars noch mehr Kontakt zum Publikum sucht und spontan in die Menge springt. Samt Kabelgedöns und Mikro kämpft er sich seinen Weg zur Theke frei, bis er plötzlich genau vor mir steht, mich kurz anschaut, um sich dann spontan auf den Tresen helfen zu lassen, um von dort noch einmal den Song von Vorne anzustimmen, bevor er ein weiteres Bad in der zufriedenen Menge nimmt. Und allerspätestens jetzt ist klar, dies ist nicht nur die musikalischste, sondern auch die sympathischste Band des Jahres 2009!


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