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POPCONNECTION - Konzerte - Sebadoh - 28. Oktober 2013, Zoom Club, Frankfurt
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Sebadoh

SEBADOH

23. Oktober 2013, Zoom Club, Frankfurt
Autor: Marco Pleil
Foto: Pressefoto

14 Jahre. In Worten: Vierzehn. Dazwischen viel Lou Barlow solo, wieder Dinosaur Jr., eine eher gut gemeinte (erste) Reunion-Tour, eine EP und 2013 dann endlich, nach zig gefühlten Ewigkeiten, ein neues tolles Sebadoh-Album: "Defend Yourself".

Nach einer Nacht drüber schlafen stelle ich fest: Der kämpferische Titel war gestern Abend wohl auch eher unfreiwillig Programm. Nach einem Konzert, bei dem sich Freude und Frust die Waage halten. Freude darüber, eine fantastische Band gesehen zu haben. Die richtige Mischung aus Professionalität und Schluffigkeit mit vielen alten, nie vergessenen, kleinen Überhits und einem Live-Sound, der so bissig und laut war, dass es einfach gepasst hat. Für mich. Für das, was ich mir von einem Sebadoh-Konzert erhofft habe. Ein gut aufgelegter Lou Barlow, der abwechselnd Gitarre und seinen typisch grummelnden Rickenbacker-Bass in einer unnachahmlichen Art malträtiert. Ein Jason Loewenstein, der teils verschüchtert und doch amüsiert ins Publikum schaut, seiner Gitarre aber alles abverlangt. Dass Bob D'Amico ohne viel Anteilnahme am Rest einfach nur geil trommelt fällt da nicht weiter ins Gewicht. Aber was läuft falsch?

An der Setliste kann's nicht liegen. Mit "I Will" legen sie los, Barlow und Loewenstein tauschen in Blöcken die Instrumente, sie spielen viel von "Bakesale" (u.a. "Magnet's Coil", "Skull", "Rebound"), "Harmacy" (u.a. "On Fire", "Ocean", "Beauty Of The Ride") und auch die neuen Songs von "Defend Yourself" wie "Keep The Boy Alive" fügen sich nahtlos ein. Doch das Publikum reagiert fast nur nach Aufforderung, die paar wenigen kahlköpfigen Fanboys mal beiseite gelassen. Da nützt es auch wenig, dass Lou Barlow mit seinen bescheidenen Fremdsprachenkenntnissen glänzt ("meine Deutsch is scheise") und auch sonst recht kommunikativ und gut gelaunt mit der Situation umgeht. Die "Situation", dass das Frankfurter "Zoom" einfach wieder mal die falsche Wahl war. Schon bei Mudhoney (und später noch viel mehr bei Chelsea Light Moving) dachte ich mir: Liebe Bands und Booker, warum wählt ihr nicht kleinere Locations und packt diese dann wenigstens ordentlich voll? Fakt ist: Das Zoom hat eine gute P.A. und dicken Sound, aber (im besten Fall) halbvoll macht das einfach keinen Spaß! Vielleicht hätte ein lokaler Support noch ein paar mehr Leute ziehen können, so bestreitet die Band den Abend komplett ohne. Aber unter diesen Umständen konnten Sebadoh leider nur verlieren. Noch viel mehr schmerzt mich aber, dass es tatsächlich Leute gibt, die sich offensichtlich nur ein Ticket kaufen um emotionslos eingefroren am Bühnenrand zu stehen und die komplette Show mit ihrem iPhone zu filmen. Unfassbar…

Nichts desto trotz: Meine Freude überwiegt am Ende. Ein tolles neues Album und eine weitere alte junge Band, die live noch eine Menge Spaß macht! Schön, dass Sebadoh wieder da sind, schade, dass das Frankfurter Publikum das nicht zu würdigen weiß.


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