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POPCONNECTION - Konzerte - The Water Safety - 23. April 2008, Clubkeller, Frankfurt
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The Water Safety - 23.04.2008, Clubkeller, Frankfurt

THE WATER SAFETY

23. April 2008, Clubkeller, Frankfurt
Autor: Katrin Reichwein
Foto: Pressefoto

Colourful Grey sind tot! Lang lebe The Water Safety! Wer nun aber denkt, die Band um die ehemaligen Indie-Lieblinge Frankfurts trete nach guten zehn Jahren farbenfrohen Graus deren Nachfolge an, hat sich geschnitten. The Water Safety haben außer den Herren an den Instrumenten nichts mit der Band, die im vergangenen November zu Grabe getragen wurde, gemein. Philipp Lemhöfer (git/voc), Boris Werth (git/bass) und Dennis Herzog, hier der Mann fürs Elektronische, bei Colourful Grey noch der heimliche sechste Mann im Hintergrund, drehen die Verstärker lauter. Berge an Gitarreneffekten türmen sich im kleinen Clubkeller auf. So wie sich die Synthesizer (und Laptops) bei Colourful Grey dezent im Hintergrund gehalten haben, um lediglich hier und da Akzente zu setzen, so stehen sie bei TWS deutlich im Vordergrund. Live wird das Trio von Martin Loos, dem lautesten und vielleicht besten Schlagzeuger Frankfurts (nach Bandaussage), unterstützt. Perfekt ist die unverwechselbare Klangsynthese aus Post-Rock, athmosphärischen Gitarrenwänden und Elektrobeats. 65daysofstatic, die natürlich vor Beginn der Show aus der Konserve laufen, lassen grüßen.

An früher erinnert noch Philipps melancholie-geschwängerter Gesang. Jedoch nimmt sich der Herr am Mikro sehr zurück, instrumentale Stücke herrschen vor. Vom introvertierten Melancholiefaktor, wie in "Heartbeats On Vinyl", geht das schon stark in Richtung frühe The Notwist oder auch Minimalist Trentemøller. Allerdings schrauben sich die fließend ineinander übergehenden Tracks immer wieder in solch rockige Höhen, dass einem Hören und Sehen vergeht. Ab und an fragt man sich gar, ob TWS ihr Publikum mit Tönen jenseits aller Tinitus- und dB-Grenzen vergraulen wollen. Es passiert schon mal, dass der gesamte Clubkeller mit zugehaltenen Ohren da steht. Nicht etwa, weil das, was da gerade auf der ebenerdigen Bühne vor sich geht, so schrecklich klingt, sondern einfach dank der hohen Fieps-Töne. Aber TWS haben aber nicht nur epische Melancholie in ihren Songs. Überraschend gibt es mittendrin einen richtigen Happy-Tune mit waberndem Bum-Bum-Techno-Bass. Entstanden ist das ultra-tanzbare Stück Musik, weil die Herren von der Wasserwacht nicht am Türsteher des Offenbacher In-Electro-Clubs Robert Johnson vorbei gekommen sind. – Jungs, lasst euch von einem Stammgast gesagt sein: Das Lied hätte sicher auch dort für eine volle Tanzfläche gesorgt.

Mit "No, I Am Not A Strikter", inklusive Mandoline und Glockenspiel, ist das gut 45minütige Set viel zu schnell vorbei. Vehement wird eine Zugabe gefordert. Leider sind mehr Songs noch nicht drin. Daher: Bitte schnell mehr schreiben, das Ganze auf Polycarbonat pressen und touren, touren, touren!


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