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Arctic Monkeys - AM

ARCTIC MONKEYS

AM
VÖ: 06. September 2013
Label:
Domino Records
Autor: Andreas Kussinger

Wenn man sich im Jahr 2013 in Erinnerung ruft, dass die Arctic Monkeys die erste Band war, die ihre Berühmtheit einer MySpace-Fanseite zu verdanken hat, klingt das genauso grotesk weit weg als würde man behaupten, sie hätten ihre erste Single als Schellackplatte veröffentlicht. Vielleicht laufen die vier Briten deshalb im Rockabilly-Look durch die Gegend? Mit "AM" legen sie nun ihr fünftes Album vor.

Dafür, dass das Genre Indie-Rock in den vergangenen Jahren schon mehrmals zu Grabe getragen worden ist, sehen die wandelnden Untoten in Form von Alex Turner und Co. mit ihren Schmalzlocken doch recht vital aus. Aber das Quartett hatte sich ja schon seit dem dritten Album "Humbug" erfolgreich vom Brit-Rock abgenabelt und sein Heil in einer gewissen Amerikanisierung gesucht. Wie schon auf den Vorgängern "Humbug" und "Suck It And See" gelingt es ihnen auch dieses Mal, ihren Sound im Detail weiterzuentwickeln, ohne dabei die Identität der Band auf's Spiel zu setzen. Genre-Grenzen interessieren sie dabei nicht wirklich. Die vier Briten kombinieren auf "AM" gekonnt R&B-Einflüsse und Sprechgesang mit harten Gitarrenriffs und furiosen Schlagzeug-Stakkato. Überhaupt ist "AM" ein klares Bekenntnis zur Gitarrenmusik. Nachdem sich auch im Jahr 2013 die Tanzbarkeit von Songs vor allem durch die immer ähnlicher klingenden 80er Synthie-Strukturen definiert, sind die an Queens Of The Stone Age erinnernden Gitarren durchaus ein begrüßenswertes Statement. So passt es dann auch wieder ins Bild, dass die Arctic Monkeys rein äußerlich den Geist des Rock'n'Roll beschwören.

Besonders erfreulich ist, dass "AM" ein Album ohne wirkliche Ausfälle ist. Abgesehen vom Debütalbum ist das den Briten bisher auch noch nicht gelungen. Dabei liegt der Fokus natürlich auf den energiegeladenen Rock-Songs, vor allem zu Beginn des Albums ("Do I Wanna Know?", "R U Mine?", "Arabella"). Die unkonventionellen, verspielten Songs ("Mad Sounds", "Why'd You Only Call me When You High?") und die gelungenen Balladen ("No. 1 Party Anthem", "I Wanna Be Yours") runden das Album aber erst ab.

"AM" ist ein richtig gutes Album! Genau die richtige Mischung aus behutsamer Weiterentwicklung und dem Beschwören der eigenen Tugenden. Mit diesem Erfolgsrezept werden die Arctic Monkeys es auch im Jahr 2013 schaffen, neue Fans hinzuzugewinnen, ohne die alten vor den Kopf zu stoßen, und sich so immer mehr im Konzert der 'großen' Stadion- und Festivalbands festbeißen.


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