POPCONNECTION
DATENSCHUTZERKLÄRUNG   IMPRESSUM
NEWS
REVIEWS INTERVIEWS KONZERTE FEATURES KÜNSTLER A-Z
POPCONNECTION - Reviews - Augustines - Augustines
Home » Reviews » Augustines - Augustines
REVIEWS
Augustines - Augustines

AUGUSTINES

Augustines
VÖ: 07. Februar 2014
Label:
Votiv/Caroline
Autor: Jenny Schnabel

Standortbestimmung durch klare Statements: Mit neuem Album und verkürztem Bandnamen melden sich Augustines zurück und streichen das "We are" aus ihrem Namen. Zu Recht. Wenn man sich allen vorgestellt hat, muss man nicht jede Begrüßung mit den Worten "Ich bin..." beginnen. Die Vorstellungsrunde haben Augustines bereits vor zwei Jahren mit ihrem großartigen Debütalbum "Rise Ye Sunken Ships" hinter sich gebracht, das für Lobeshymnen in den Musikmedien und eine stetig wachsende Fangemeinde sorgte. Sänger Billy McCarthy verarbeitete darauf den Selbstmord seiner Mutter und seines Bruders, die beide an Schizophrenie litten und stellte sich mit entwaffnender Ehrlichkeit seiner familiären  Vergangenheit.  Ein Album geprägt von Traurigkeit, zwischen Wut und  Verzweiflung.

Mit dem selbstbetitelten zweiten Album zieht man einen endgültigen Schlussstrich unter die Kapitel der Vergangenheit und wendet sich mit neu gewonnener Zuversicht der Zukunft zu. Augustines haben die Last auf ihren Schultern abgeworfen. Die dunklen Wolken sind verzogen und die Sonne erscheint am Horizont. Der Nachfolger strahlt eine entschieden optimistischere Stimmung aus als sein Vorgänger "Rise Ye Sunken Ships". Augustines wissen, wo sie stehen und haben ein neues Selbstbewusstsein gewonnen. Das Songwriting ist ausgefeilter und gereifter. Die Platte ist gut produziert und die Stücke sind größer arrangiert, wozu vermutlich auch Co-Produzent Peter Katis sein Scherflein beigetragen hat, der u.a. außerdem mit The National zusammengearbeitet hat.

Dennoch kommt man nicht umhin, sich einzugestehen, dass hier etwas fehlt. Es ist die Emotionalität und Intensität, mit der Augustines den Hörer auf ihrem Debüt am Schlafittchen packten und auch nach Ausklang der letzten Akkorde nicht losließen. Es ist nicht die Art von Nachfolger, den man sich für "Rise Ye Sunken Ships" gewünscht und den man von ihnen erwartet hat. Zwar sind Augustines immer noch authentisch, doch der durchweg vorhandene Optimismus und der dadurch neu eingeschlagene Weg lässt die Songs stellenweise einfach zu leichtfüßig erscheinen. Es mangelt den Songs an Tiefe, es fehlt das Besondere.

Auf dem Weg zum Erfolg ist "Augustines" sicherlich ein gutes Stück nach vorne. Doch als Nachfolger eines so aufrichtigen und packenden Werkes wie "Rise Ye Sunken Ships" wirkt dieses Album leider ein bisschen ausdruckslos.


Mehr zu Augustines

SUCHE
A B C D E F G
H I J K L M N
O P Q R S T U
V W X Y Z 0-9 #
AKTUELLE REVIEWS

we_path

Slowtide
A Gentle Reminder

we_path

Snail Mail
Lush

we_path

The Boxer Rebellion
Ghost Alive

we_path

The Breeders
All Nerve

we_path

Gregor McEwan
From A To Beginning

we_path

William McCarthy
Shelter
ZUFÄLLIG SCHON GELESEN?

we_path

DINOSAUR JR.
Farm

we_path

OX
Dust Bowl Revival

we_path

JAMES MORRISON
Songs For You, Truths For Me
INTERN EXTERN
Kontakt Facebook
Impressum
Datenschutzerklärung
   © 2019 Popconnection.de | Das Online-Magazin für alternative Popmusik | CMS by webEdition