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REVIEWS
Au Revoir Simone -  Still Night, Still Light

AU REVOIR SIMONE

Still Night, Still Light
VÖ: 24. April 2009
Label:
Cooperative Music
Autor: Katrin Reichwein

Wäre die tragische Geschichte um die Selbstmord-Schwestern aus Sofia Coppolas "The Virgin Suicides" nicht bereits von Air vertont worden, läge mit "Still Night, Still Light" eine adäquate Alternative vor. Au Revoir Simone machen Musik fürs Auge. Wohl nicht umsonst bekennt sich auch David Lynch als Fan des Dreiergespanns. Unwillkürlich huschen schon bei den ersten Tönen sepiafarbene Bilder des Brooklyner Trios in seinen adretten Blümchenkleidern durchs persönliche Kopfkino. Es fällt schwer Au Revoir Simone fernab ihrer romantisch-mädchenhaften Optik zu beurteilen. Zu sehr erinnern ihre sanften Keyboard-Klänge an die zerbrechliche Ästhetik, die Coppola einst in ihrem Film einfing.

Drei Stimmen, drei Keyboards und einen Drum-Computer, mehr braucht dieses Trio nicht, um den ganz eigenen Film ins Rollen zu bringen. Au Revoir Simone entführen aus dem Alltag und nehmen uns mit in vergangen geglaubte Märchenlandschaften. Sie weißen Wege zu Orten, an denen die Welt noch in Ordnung scheint. Filigrane Melodien und schwerelose Keyboard-Flächen wiegen in Sicherheit. Nach einem harten Winter wähnt man sich endlich wieder auf einer Waldwiese. Während das zarte Sommergras zwischen den Zehen kitzelt, möchte man sich in der Weitläufigkeit dieser Klänge verlieren.

Doch hinter der vordergründigen Leichtigkeit des vermeintlich-süßen Popgestus verbirgt sich oft eine offenkundige Melancholie. Eine Melancholie, die jedoch weder Schwermut noch wirkliche Traurigkeit aufkommen lässt. Vielmehr sagen diese zwölf Songs in ihrer entwaffnenden Klarheit: "Es gibt Hoffnung. Sie mag nicht immer leicht zu finden sein. Doch es gibt sie. Irgendwo das draußen". Mit "Still Night, Still Light" ist der Mädchenbande ein Electro-Pop-Album für faule Sonntagvormittage gelungen. Seine bezaubernde Ruhe nimmt dem schwermütigsten aller Wochentage die erdrückende Monotonie. Trotz des Gebrauchs überwiegend elektronischer Instrumente stahlt diese tagebuchverträumte Platte eine Wärme aus, die in Electronica-Gefilden ihres gleichen sucht.


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