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POPCONNECTION - Reviews - Bill Ryder-Jones - A Bad Wind Blows In My Heart
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REVIEWS
Bill Ryder-Jones - A Bad Wind Blows In My Heart

BILL RYDER-JONES

A Bad Wind Blows In My Heart
VÖ: 05. April 2013
Label:
Domino Records
Autor: Antonius Wollmann

Vor fünf Jahren ging es für Bill Ryder-Jones nicht mehr weiter. Er galt als einer der besten Gitarristen seiner Generation, seine Band The Coral wurde von Fans und Kritikern gleichermaßen gefeiert. In ihrer englischen Heimat genoss die Band Heldenstatus. Mitte der Nuller-Jahre sollte es endlich auch in Europa und Amerika mit dem großen Durchbruch klappen. Konzerte waren gebucht, eine große Tour vorbereitet. Diesen Schritt konnte und wollte Bill Ryder-Jones nicht mehr mitgehen. Vor Konzerten suchten ihn regelmäßig Panikattacken heim, eine Bühne zu betreten und Konzerte zu spielen war unmöglich. Um dem Erfolg nicht im Wege zu stehen, verließ er im Jahre 2008 endgültig die Band. Es folgten der Rückzug ins Private und ein kurzer Ausflug an die Liverpool University. Nur langsam tastete er sich wieder an die Musik heran. Für diverse Kurzfilme komponierte er die Soundtracks, im Jahre 2011, die den Domino-Records-Chef Laurence Bell so sehr begeisterten, dass er Ryder-Jones umgehend unter Vertrag nahm. Es folgte das Instrumental-Album "If...". Jedoch spürte Label-Boss Bell, dass da noch viel mehr Potenzial lag in diesem hochbegabten, aber von Selbstzweifeln geplagten Musiker. Und Laurence Bell lag mit seiner Einschätzung richtig: "A Bad Wind Blows In My Heart" ist ein Album von außergewöhnlicher Schönheit.

In schüchternem Flüsterton trägt Bill Ryder-Jones seine Songs vor, die ob ihrer Fragilität nur von Klavier und akustischer Gitarre zusammengehalten werden. Er hebt sich wohltuend von anderen Singer/Songwritern ab, weil er Klischees vermeidet. Seine Texte sind bis auf die Knochen ehrlich, zu keinem Zeitpunkt aufgesetzt. Selten wurde berührender über innere Zerrissenheit gesungen als im Titelsong: "A bad wind blows in my heart/I long to be there/A wind that brings the dark in and pulls my parts apart/The wind is cold but warm/My mind is failing/A shelter in good thoughts/A bad wind blows through my heart". "By Morning I" beschreibt traurig-schön das trostlose Ende einer Beziehung: "In the morning light you don't look the same/I hate the way you are so different/I hate the way I'm not the same". "He Took You In His Arms" erzählt von der stillen Resignation des Verlassenen, bewahrt sich aber einen gewissen Optimismus. Ohnehin gibt es immer wieder Momente, in denen die Sonne hinter der dichten Wolkendecke hervorschaut. "Wild Swans" und "The Lemon Trees #3" verströmen melancholischen Optimismus. Es ist also nicht alles grau und neblig im Leben des Bill Ryder-Jones. Vielleicht ist das der Subtext der Platte: Dass da einer nach vielen Rückschlägen endlich seinen Platz gefunden hat.



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