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Blackmail - Tempo Tempo

BLACKMAIL

Tempo Tempo
VÖ: 28. März 2008
Label:
City Slang
Autor: Katrin Reichwein

"Aerial View" war ein Album, das so – hart gesagt – nie hätte den Weg zum Plattenhändler des Vertrauens finden müssen und sich (zumindest bei mir) zum Staubfänger im CD-Regal entwickelte. Doch die Trägheit des Vorgängers, der sich eher durch Langeweile, denn durch gewohnte Blackmail'sche Originalität, auszeichnete, scheint Vergangenheit. Die elf Songs des neuen Werks "Tempo Tempo" hören sich nach einem Befreiungsschlag an. Wenn man jahrelang zu hören bekommt: "Ihr schafft bald den ganz großen Durchbruch!", glaubt man irgendwann selbst daran. Um so bitterer, wenn der große Erfolg dann doch immer auf sich warten lässt. Frei von allem Erwartungsdruck sagen Blackmail hier nun wieder viel mehr "Scheiß drauf", was all die Kritiker zu sagen haben und finden so zurück zu sich selbst und einem Konglomerat an vielseitigen und oft überraschenden Songs.

Der Opener "False Medication" legt die Latte für das da Kommende hoch. Chöre, bollernde Gitarrenwände und Aydo Abays melodieverliebter Gesang zeigen, wo der Hase lang läuft. "Mine Me I" legt vollkommen schräg los, um sich abrupt und vollkommen unvorhersehbar zu einem ruhigen Melodiepol der Entspannung zu entwickeln, doch auf die Ruhe folgt immer der Sturm: Zersplittertes Gitarrengewitter wird zu orchestralem Streicherarrangement wird zu sperrigen Soundwänden. Persönlich hasse ich minutenlanges Gitarrengekniedel, doch bei den Herren aus Koblenz geht das mehr als ok. Blackmail legen Bretter hin, auf denen die Beine bewegt werden müssen. "The Good Part" wiederum zeigt Blackmail von einer völlig anderen Seite, keine düster-schweren Moll-Akkorde weit und breit, nein, sie können auch in Dur. Man möchte fast von Pop sprechen. Auch wenn der Refrain von "Shshshame" sofort im Ohr hängen bleibt, schwächelt die zweite Hälfte des Albums ein wenig. Man verwechsele schwach nun aber nicht mit schlecht, denn: "Tempo Tempo" kommt überraschend frisch daher und auch nach dem zehnten Durchlauf auf Repeat ist nicht ein Mal die Skip-Taste gedrückt worden. Ein würdiger Kandidat um meinen Liebling "Friend Or Foe?" vom Thron zu stürzen und schon jetzt eine der Platten 2008 überhaupt.


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