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REVIEWS
Bloc Party - The Nextwave Sessions

BLOC PARTY

The Nextwave Sessions
VÖ: 09. August 2013
Label:
Frenchkiss / [PIAS] Cooperative
Autor: Katja Embacher

Wenn Fragezeichen keinen Sinn ergeben, sollte man es vielleicht mit einem Punkt versuchen. Genau dazu scheinen sich Bloc Party jedoch nicht durchringen zu können. Stattdessen versuchen sie es mit einem langen Gedankenstrich. Den Festivalgigs dieses Sommers folgt eine erneute Auszeit. Die Gründe hierfür finden sich in den achterbahnfahrtartigen Höhen und Tiefen, die das Leben der Bandmitglieder prägen und durcheinanderwirbeln. Durcheinander ist an dieser Stelle auch der Fan, der sich ob neu vorgestellter Songs auf diversen Gigs doch bereits in Sicherheit wog, Kele & Co. könnten sich endgültig für ein Weitermachen entschlossen haben. Ja, man freute sich insgeheim bereits auf ein neues Bloc Party-Album. Leider zu früh – und dennoch nicht vergebens. Immerhin veröffentlichen Bloc Party mit "The Nextwave Sessions" fünf brandneue Tracks.

Auch, wenn der Opener "Ratchet" aufgrund seiner hastigen Wechsel aus zerhackten Gitarrenriffs, übersteuerten Basslinien, Synthieeffekten und Sprechgesang an einen Kirmesbummel auf Speed erinnert, so liefert es dennoch einen schmissigen Einstieg in die EP. "Obscene" wirkt dagegen wie ein Downer. Jene Desillusionierung, die sich einstellt, wenn der Rausch nachlässt und der Kater einsetzt. Die Ballade verzichtet gänzlich auf den Einsatz organischer Instrumente. Stattdessen überlässt man das Feld Synthesizern und Drumcomputer. Das Ergebnis ist ein Wechselbad aus unterkühlter Unnahbarkeit und berührender Melancholie. In diesem Fahrwasser driftet auch "Montreal", das allerdings zumindest einen zarten Hauch von Gitarren zulässt. Wird man hier noch an Okerekes Allleingänge erinnert, so ballert das Quartett dem Hörer mit "French Exit" und "Children Of The Future" zwei klassische Bloc Party-Tracks um die Ohren. Zackig energiegeladen wie auf "Silent Alarm", harmoniebedacht wie auf "A Weekend In The City".

Insgesamt liefern Bloc Party auf "The Nextwave Sessions" das, was man auf dem fahrigen und von Brüchen geprägten Longplayer "Four" vermisst hat: Ein homogenes Gesamtkonzept. Mögen die Herangehensweisen auch unterschiedlich sein, so tragen die Songs doch eine einheitliche Handschrift. Aller im Raum stehenden Unsicherheiten zum Trotz gelingt es Bloc Party in diesem musikalischen Fünfzeiler, die Fragezeichen durch Punkte zu ersetzen und dem Satz Sinn zu verleihen.


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