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ClickClickDecker - Den Umständen entsprechend

CLICKCLICKDECKER

Den Umständen entsprechend
VÖ: 30. Januar 2009
Label:
Audiolith
Autor: Katja Embacher

"Dieses ewige Warten, auf dass hier irgendwas passiert, den Frust nur zu betäuben, was immer funktioniert" singt der junge Mann in "An Stadt von". Und man kann nicht anders, als stumm zu nicken, wissend, was er meint, wissend, dass es dennoch irgendwo da draußen Heilung gibt. Und wenn es in Form einer Platte wie "Den Umständen entsprechend" ist, dem dritten Album von ClickClickDecker.

Befindlichkeitsfixierte Trivialpoesie. Dieser Linie ist Kevin Hamann alias ClickClickDecker auch auf seinem aktuellen Longplayer treu geblieben. Songs über das Aufbrechen und Ankommen, das Suchen und Finden und das große Zweifeln dazwischen: "Bleiben ist ok, solange Hoffnung bleibt" ("Es fängt an, wie es aufgehört hat"), "Weggehen bedeutet nicht unbedingt, irgendwo anders anzukommen" ("Im Halogen") und dennoch, "Ich komme hier nur durch, ich mache hier keinen Halt" ("Wenn Ethna wieder spuckt"). Hin- und hergerissen sein zwischen Loslaufen und Stehenbleiben und sich irgendwo dazwischen den Umständen entsprechend fühlen. Ja, dieses Album scheint ein Kampf für Hamann gewesen zu sein – einer, der sich gelohnt hat. "Den Umständen entsprechend" war für den in Hamburg lebenden Ex-Berliner ein Betreten von Neuland. Erstmalig hat Hamann eine Platte nicht im Alleingang aufgenommen, sondern sich musikalischen Beistand in Form von Tobias Bade (Station 17) und Oliver Stangl ins Boot geholt, der ClickClickDecker auch schon live unterstützt hat. Ungewohntes Terrain, wenn man es bisher gewohnt war, alle künstlerischen Prozesse selbst zu steuern. "Brüchiges Parkett", das stark genug ist, "Den Umständen entsprechend" zu tragen.

Mag das Album an elektronischen Anklängen eingebüßt haben, so wirkt es in sich doch runder, stimmiger - ohne glattgebügelt daher zu kommen. Dafür sind die Gitarren von Kevin Hamann zu schraddelig und seine Texte zu ehrlich. Ein Album, das mal eine tröstende Umarmung ist, mal ein resignierter Blick in ein Bierglas und mal ein angriffslustiges Knuffen in die Seite, das einen antreibt, weiterzugehen, auch wenn man nicht so genau weiß, wo die Reise hinführt.

"Solange dein Ohr nicht den Asphalt berührt, hörst du das Unheil nicht kommen." Du weißt es, ich weiß es, ClickClickDecker weiß es – und wir fühlen uns "den Umständen entsprechend".


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