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Dear Reader - Idealistic Animals

DEAR READER

Idealistic Animals
VÖ: 02. September 2011
Label:
City Slang
Autor: Katja Embacher

Das Leben geht manchmal seltsame Wege: Man sucht um zu finden, hofft um zu scheitern, gewinnt um wieder zu verlieren. All diese Irrungen und Wirrungen kennen auch Dear Reader nur zu gut. Auf ihrem Debütalbum "Replace Why With Funny" verarbeitet Sängerin und Texterin Cherilyn MacNeil Trennungen und die Zerrissenheit der südafrikanischen Gesellschaft. Das Abschiednehmen ist auch das, was den Nachfolger "Idealistic Animals" prägt.

Die letzten zwei Jahre standen für Dear Reader unter dem Stern des Umbruchs. Während es Cherilyn nach Berlin zieht, in ein neues Leben, das sich zunächst einmal um Aufenthaltsgenehmigungen, Wohnungssuche und Deutschkurse dreht, verweilt Darryl als gefragter Tontechniker in Johannesburg. Für Dear Reader bedeutet der Split nicht das Ende, sondern markiert vielmehr einen neuen Status Quo. Allerdings einen äußerst düsteren.

Die Tracks sind durchzogen von einer bisweilen dunklen Melancholie. Das Irrwitzige daran: Niemandem würde dies auf den ersten Blick auffallen. Die sanften Harmonien wirken aufmunternd wie ein guter Freund, der dem Hörer ein optimistisches "Alles wird gut" ins Ohr haucht. Kratzt man jedoch ein wenig an der Oberfläche, so tun sich Abgründe auf: Texte, die sich um Zweifel, Zerstörung und Sinnsuche ranken. Geprägt ist das Konzeptalbum, dessen Songs Tiernamen tragen, von dem Verlust des Glaubens
Cherilyn MacNeils. Wie tief die Sinnkrise sitzen muss, lässt sich nur erahnen, wenn die Sängerin beispielsweise bei dem Track "Monkey (Go Home)" in eine regelrechte Selbstzerfleischung verfällt.

Mit "Idealistic Animals" geht die Beschreitung der seltsamen Pfade des Lebens weiter. Das schrittweise Tappen im Dunkeln. Die Suche nach dem Licht, das zumindest den Weg erkennen lässt. Dabei hat
Cherilyn MacNeil diesen scheinbar für sich bereits gefunden. In der Komposition eines wundervollen Albums.


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