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Dinosaur Jr. - Farm

DINOSAUR JR.

Farm
VÖ: 19. Juni 2009
Label:
Pias
Autor: Katja Embacher

Ein Faible für eigenartige Cover hatten Barlow, Mascis und Co. immer schon. Diesmal zieren zwei Baumhirten die Front des aktuellen Albums "Farm". Was anfangs putzig und leicht verschroben erscheint, entpuppt sich beim ersten Durchhören als Indie-Granate par excellance. Mit ihrem fünften Longplayer in Originalbesetzung legen Dinosaur Jr. zweifelsohne das Album des Jahres auf den Gabentisch der Indie-Fangemeinde.

"Farm" tritt unverhohlen den Beweis an, dass Zeitreisen möglich sind. Die Platte des Trios aus Massachusetts ruft unweigerlich Erinnerungen an Tage wach, in denen alles was man brauchte, ein Paar Converse, eine Hifi-Anlage mit leistungsstarken Boxen und ein Haargummi waren, um die vom Tanzen zerzauste Mähne wieder zu bändigen. Das traurig-schöne "See You" erinnert doch schwer an "Get Out Of This" der großartigen "Without A Sound", das anfängliche Riff von "Plans" weist gar Parallelen zu Neil Youngs "Cortez, The Killer" auf. Überhaupt finden sich immer wieder Reminiszenzen an den Altmeister im Sound von "Farm" wieder - ohne jedoch altbacken zu klingen.

Mascis, Barlow und Murph werden im Alter nicht ruhiger - im Gegenteil: Sie drehen die Verstärker bis zum Anschlag auf. Bereits der Opener "Pieces" startet derart energetisch, dass man Angst hat, von der Dynamik des Albums weggeblasen zu werden. Auch im weiteren Verlauf vermag "Farm" sowohl vom Tempo als auch von der Lautstärke her zu halten, was der Einstiegstrack verspricht. Auf "I Don't Wanna Go There" schwingt J. Mascis die gniedelnde Gitarrenaxt durch den Soundwald, dass dort nach acht Minuten kein Gras mehr wächst. Auch wenn die Herren es in ihrem energetischen Getöse ein wenig übertreiben und die Platte hier und da übersteuert, so ist es doch eine unendliche Freude, endlich wieder einmal den Dinosaur Jr. urtypischen Sound durch die Boxen erschallen zu hören.

Wenn man nach der einstündigen Reise in die Vergangenheit zurück in der Zukunft angekommen ist, erzeugt die plötzliche Stille ein leichtes Piepen im Ohr und ein glückliches Grinsen im Gesicht über die Freude, das Album des Jahres noch einmal auf Repeat stellen zu dürfen - laut versteht sich.


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