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Duffy - Rockferry

DUFFY

Rockferry
VÖ: 28. März 2008
Label:
Island (Universal)
Autor: Jenny Schnabel

Von England schwappt im Moment eine ganze Welle an jungen Künstlerinnen herüber, die ordentlich Soul im Blut haben. Das neue Sternchen am britischen Soul-Pop-Himmel heißt Duffy. Manche sprechen hier schon von der neuen Dusty Springfield und böse Zungen behaupten, Aimee Anne Duffy sei lediglich ein braver Abklatsch von Amy Winehouse. Fakt ist jedenfalls, dass das Debütalbum der 23jährigen Waliserin das wohl mit größter Spannung erwartete Album des noch jungen Jahres ist. Entstanden sind die zehn Songs auf "Rockferry" in Zusammenarbeit mit Ex-Suede Gitarrist Bernard Butler, der der jungen Soulsister als Co-Songwriter, Produzent und Instrumentalist unter die Arme gegriffen hat.

"Rockferry" verzaubert den Hörer mit einem feinen Mix aus Sixties-Soul und Motown-Sounds getragen von einer überaus ausdrucksstarken Stimme. Die Musik von Duffy klingt sowohl nostalgisch als auch modern und spannt einen wunderbaren Bogen zwischen dem Soul-Spirit der 60er Jahre und der Gegenwart und schafft somit ein Stück zeitlose Soul-Popmusik.

Schon der Opener und Titeltrack des Albums versprüht eine ordentliche Portion 60s-Charme und glänzt durch seine atmosphärische Instrumentierung. Der Song, der vollkommen ohne Refrain auskommt, beginnt mit einem Piano-Intro, wird durch Gitarren, Geigen und Tamburin komplettiert und steigert sich schließlich im weiteren Verlauf zu einer mitreißenden Hymne. Auch der zweite Track des Albums "Warwick Avenue" besticht durch ausgefeilte Arrangements, die den beeindruckenden Gesang von Duffy erneut durch Streicher und Gitarren untermalen. Ein Hauch von Melancholie zieht sich durch die gefühlvolle Soul-Ballade "Sleeping Stone" und die spärlich instrumentierte Blues-Nummer "Syrup & Honey", die einzig und allein durch das Zusammenspiel von Gesang und Gitarre in Szene gesetzt wird und beim Hörer eine Gänsehaut erzeugt. Eine schöne Verbindung von Soul und Blues wird in "Hanging On Too Long" geschaffen. Der Song überzeugt vor allem durch seinen bombastischen Refrain und die stimmliche Meisterleistung von Miss Duffy. Ein zauberhaftes Stück, mit einer unglaublichen Intensität. Die Singleauskopplung "Mercy" groovt den Hörer direkt zurück in die Tanzschuppen der 60er Jahre. Eine unwiderstehliche Nummer, der man sich nicht entziehen kann! Zum Schluss wird mit "Distant Dreamer" noch mal richtig groß aufgetischt. Der Song, der mit über fünf Minuten der längste Track des Albums ist, fährt allerlei Bombast auf und bringt das Album zu einem pompösen Ende. Herrlich!

Hier und da schleichen sich auch leichte musikalische Erinnerungen an Songs aus längst vergangenen Zeiten ins Ohr: So klingt "Warwick Avenue" wie eine langsame Version des Temptations-Klassikers "My Girl", "Hanging On Too Long" weist leichte Anklänge von "I Heard It Through The Grapevine" auf und das Intro von "Mercy" erinnert ein wenig an Ben E. King's "Stand By Me". Diese musikalischen Erinnerungsstücke werden wunderbar in den Sound von Duffy eingefügt und bilden eine nostalgische Verbindung zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart.

"Rockferry" ist eine fantastische musikalische Zeitreise und ohne Zweifel ein großartiges Debüt einer talentierten Künstlerin.


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