POPCONNECTION
DATENSCHUTZERKLÄRUNG   IMPRESSUM
NEWS
REVIEWS INTERVIEWS KONZERTE FEATURES KÜNSTLER A-Z
POPCONNECTION - Reviews - Editors - The Weight Of Your Love
Home » Reviews » Editors - The Weight Of Your Love
REVIEWS
Editors - The Weight Of Your Love

EDITORS

The Weight Of Your Love
VÖ: 28. Juni 2013
Label:
PIAS
Autor: Katja Embacher

"If something has to change then it always does". "Bullets". Editors. Selffulfilling prophecy. Im April des letzten Jahres trennen sich Editors von ihrem Gitarristen Chris Urbanowicz. Musikalische Differenzen und Kommunikationsprobleme machen die Zusammenarbeit an dem vierten Album "The Weight Of Your Love" unmöglich. Mit frischem Blut in Form von Justin Lockey (Gitarre) und Elliott Williams (Keyboard/Gitarre) schlägt die Band andere Wege ein, als auf dem Vorgänger "In This Light And On This Evening". Man gibt Gitarren den Vorzug vor Synthesizern, präferiert anheimelnden Pop gegenüber unterkühltem Wave und liebäugelt unverhohlen mit amerikanischem Stadionrock.

Als die Singleauskopplung "A Ton Of Love" veröffentlicht wurde, fragte sich wohl so manch Einer, ob ihm Editors hier ein 'U' für ein 'E' vormachen wollen. The Edge hätte auf dem Gitarrenriff des U2-esken Intros nicht minder energetisch in den Song hinein galoppieren können. Und spätestens wenn Tom Smith sich anschickt, im Refrain das Wort "Desire" in multipler Ausführung in die Welt hinaus zu schreien, glaubt man, Bono's Stimme aus dem 'Off' zu hören. Beides wäre nicht schlimm, hätte man tatsächlich eine Scheibe der Iren aufgelegt. Bei Editors erwartet man jedoch etwas anderes. Gottlob bleibt dies, dicht gefolgt von der schwulstgeschwängerten Falsettballade "What Is This Thing Called Love", die einzige wirkliche Katastrophe des Albums.

Somit ist "The Weight Of Your Love" nicht so gruselig, wie anfangs befürchtet. Dennoch ist das vierte Editors-Album auch nicht gut. Balladen wie "Honesty" oder "Nothing" mangelt es an Tiefgang. Die aufwühlende Emotionalität eines "The Weight Of The World" oder "Fall" sucht man hier vergebens. Überhaupt vermisst man die Charakteristik der Band. Die dunkle Dramatik. Die baritone Faszination. Immer, wenn man glaubt einen Hauch der Düsterkeit vergangener Tage zu entdecken, die Alben wie "The Back Room" oder "An End Has A Start" auszeichnete, wird dieser wieder durch versöhnliche Weichspüler-Refrains hinweggeschwemmt. Ja, mit Songs wie "Sugar" oder "Two Hearted Spider" gibt man(n) sich Mühe. Am Ende reicht diese jedoch nicht aus, um wirklich zu überzeugen. Im Gros kuscheln sich Editors auf "The Weight Of Your Love" durch beliebigen Radiopop für ein Breitbandpublikum, das spätestens zu "Formaldehyde" hysterisch die Hände zum Himmel strecken und den Refrain hinaus ins Stadion brüllen kann.

So ungern man es möchte und so sehr man sich ob des Potentials der Band und der Wertschätzung ihres Könnens auch sträubt, am Ende kommt man nicht umhin, "The Weight Of Your Love" im Plattenregal unter der Kategorie 'Ausreißer und Enttäuschungen' einzuordnen.



Mehr zu EDITORS

SUCHE
A B C D E F G
H I J K L M N
O P Q R S T U
V W X Y Z 0-9 #
AKTUELLE REVIEWS

we_path

Slowtide
A Gentle Reminder

we_path

Snail Mail
Lush

we_path

The Boxer Rebellion
Ghost Alive

we_path

The Breeders
All Nerve

we_path

Gregor McEwan
From A To Beginning

we_path

William McCarthy
Shelter
ZUFÄLLIG SCHON GELESEN?

we_path

ELBOW
The Take Off And Landing Of Everything

we_path

HOUSE & PARISH
One, One-Thousand

we_path

ME AND MY DRUMMER
The Hawk, The Beak, The Prey
INTERN EXTERN
Kontakt Facebook
Impressum
Datenschutzerklärung
   © 2019 Popconnection.de | Das Online-Magazin für alternative Popmusik | CMS by webEdition