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Efterklang - Piramida

EFTERKLANG

Piramida
VÖ: 21. September 2012
Label:
4AD/Beggars Group
Autor: Katja Embacher

Es ist der Pioniergeist, der Efterklang antreibt. Das dänische Trio begibt sich seit jeher auf die Suche nach neuen Kombinationsmöglichkeiten von Instrumenten und der damit verbundenen Neukreation von Klängen. Wen wundert's da, dass Efterklang mit ihrem vierten Album "Piramida" auf den verschlungenen Pfaden einer Geisterstadt wandeln?
 
Piramida ist eine ehemalige russische Bergbausiedlung auf Spitzbergen, die in ihren besten Tagen um die 1.000 Menschen beherbergte. Als man den Bergbau dort 1998 stilllegte, wurde der Ort fast über Nacht zu einem verlassenen Niemandsland, dessen Gebäude nach und nach in der Natur verwilderten. An diesen Ort verschlug es Efterklang – auf der Suche nach neuen Inspirationen und Klangerzeugern. Diese fanden sie in Form von Metallstiften an Ölfässern, Lampenschirmen aus Glas und dem wohl nördlichsten Flügel der Welt, der in einer alten Konzerthalle in Piramida vor sich hin vegetiert. Efterklang sammelten verschiedenste Geräusche ein, verstauten sie gemeinsam mit den gesammelten Eindrücken in Koffern und verschmolzen sie in einem Longplayer.

Für den Hörer bedeutet dies ein vorsichtiges Vorantasten durch ungewohntes Terrain. Ein Taumeln durch entrückt-verträumte Klangwelten. Songs wie "Hollow Mountain" oder "Told To Be Fine" scheinen sich wie Schemen hinter Schleiern zu bewegen. Begleitet von einer omnipräsenten Melancholie, die in dem fast atemberaubenden "Sedna" ihre volle Schönheit und Kraft entwickelt. Dem gegenüber stehen Tracks wie "The Living Layer" oder "Between The Walls", die die diesigen Vorhänge beiseiteschieben und den Blick auf die schneebedeckten Gipfel Spitzbergens freigeben. Spätestens in diesem Moment wird klar, dass man bereits mittendrin ist im Efterklangschen Kosmos. In diesem großen kleinen Kunstwerk, das sie im Kopf des Hörers gemalt haben. Mit Pinselstrichen aus Tönen.

Mit "Piramida" haben Efterklang ein Album kreiert, in dem man selbst zum Entdecker wird. Ständig stolpert man über neue liebevolle Details, die das Gesamtbild verändern. Die Dinge sind in einem Fluss, in ständiger Bewegung scheinen sie zu schrumpfen oder zu wachsen. Mystisch, verschroben, faszinierend. Wie man es von einer Geisterstadt erwartet. Damit legen Efterklang eines der besten Alben ihrer bisherigen Laufbahn vor.


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