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REVIEWS
Elbow - The Take Off And Landing Of Everything

ELBOW

The Take Off And Landing Of Everything
VÖ: 07. März 2014
Label:
Polydor (Universal)
Autor: Katja Embacher

Seit mehr als 20 Jahren gehören Elbow zu den festen Größen der britischen Musikszene. Manche Band verbringt eine derartige Zeitspanne mit Umbesetzungen, Break-Ups, Reunions, Stilfindungen oder Stilbrüchen. Nicht so das Quintett aus Manchester. Auch auf seinem sechsten Album "The Take Off And Landing Of Everything" findet sich noch die Urbesetzung aus den 90ern. Ebenso sind sich Elbow stilistisch treu geblieben.

Dass Veränderung dennoch ein elementarer Bestandteil des Lebens ist, dessen sind sich Guy Garvey, Craig und Mark Potter, Pete Turner und Richard Jupp durchaus bewusst. Die Teenager von damals sind erwachsen geworden. Anstelle einer Zwei ziert nunmehr eine Vier die Geburtstagstorten. Im Laufe der Jahre hat man an Erfahrungen gewonnen und Verbindungen hinter sich gelassen. Genau diesen Wandel machen Elbow zum zentralen Thema des Albums. Der Titeltrack "The Take Off And Landing Of Everything" reflektiert das Ende einer Beziehung, "My Sad Captains" zirkuliert in balladesken Kreisen um verlorene Freundschaften. Neben dem Prozess des Älterwerdens beeinflusste auch der Wechsel von Wohnorten die Texte auf "The Take Off And Landing Of Everything". Guy Garvey, der während des Entstehungsprozesses zwischen New York und Manchester hin und her pendelte, ließ seine Wahrnehmung von gebürtiger und gewählter Heimat in Songs wie "New York Morning" oder "The Blanket Of The Night" mit in das Album einfließen. Darüber hinaus hat sich die kreative Herangehensweise verändert. Bisher entwickelten Elbow ihre Songs im Kollektiv. Auf "The Take Off And Landing Of Everything" finden sich erstmalig kompositorische Alleingänge einzelner Mitglieder. Das soulig angehauchte "Honey Sun" entstammt der Feder von Mark Potter, für "Colour Fields" zeigt sich überwiegend Pete Turner verantwortlich. Soundtechnisch bleiben sich Elbow trotz dieser Novation treu. Wie gewohnt bewegt sich das Gros der Songs im balladesken oder midtemporalen Bereich. Das, was an Überraschungen fehlt, macht die Band durch Souveränität wieder wett. Durch vereinnahmende Songs, die nicht nur das Herz, sondern auch den Verstand mit einbeziehen. Wie beispielsweise das bereits erwähnte "The Blanket Of The Night", das im ersten Moment nach einer versponnenen Liebes-Ballade klingt, beim genaueren Hinhören jedoch das Thema illegaler Einwanderung aufgreift.

"The Take Off And Landing Of Everything" beinhaltet jene Zutaten, für die man Elbow seit mehr als zwei Jahrzehnten schätzt: Emotionalität, intelligente Texte, episches Songwriting. Ein gelungenes Album einer Band, die weiß, worum es geht, wo sie steht und was zählt. Mittlerweile vielleicht mehr denn je.



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