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Fear Of Men - Loom

FEAR OF MEN

Loom
VÖ: 25. April 2014
Label:
Kanine Records
Autor: Katja Embacher

Als Fear Of Men vor einem Jahr ihre EP "Early Fragments" veröffentlichten, gelang es ihnen, Presse und Musikliebhaber gleichermaßen zu verzaubern. Mit entsprechender Ungeduld und Spannung wartete man auf das Debütalbum, das dieser Tage unter dem Titel "Loom" das Licht der Welt erblickte. Mit eben diesem gelingt es der Band einmal mehr, zu betören - und gleichermaßen zu überraschen.
 
Fear Of Men stammen aus dem schönen Küstenstädchen Brighton. So ist es vielleicht nicht verwunderlich, dass der luftig-weiche Sound auf "Loom" Erinnerungen an einen Strandspaziergang wachruft. Eine sanfte Brise in den Haaren, warme Sonnenstrahlen im Gesicht. Ein kleiner perfekter Tag in einer kleinen perfekten Welt. Bei genauerem Hinhören beginnt dieses Bild jedoch zu bröckeln. Die Sonne verschwindet hinter einer Wolkenwand, aus der Brise wird ein Sturm, der haushohe Wellen gegen den Strand drückt. Aus der kleinen perfekten Welt wird die Welt von Fear Of Men, in der die wahre Natur der Dinge unter der Oberfläche zu suchen ist.

Damit nähern sich Fear Of Men der Realität stärker an, als ihr Sound vermuten lässt. Der Dream Pop des Trios erinnert an Bands wie Lush oder die Cockteau Twins. Entrückt, versponnen, verträumt. Die warme Stimme von Sängerin Jessica Weiss erinnert an die samtigen Vocals einer Sonya Madan von Echobelly. Fast ist man geneigt, ob dieser Schönheit dahin zu schmelzen, wären da nicht die Texte über Isolation, Depression und Resignation, mit denen Weiss den Hörer rasch wieder zurück auf den Boden der Tatsachen holt. Zentrales Thema des Albums – und da ist der Strandspaziergang vielleicht gar nicht so abwegig – ist das Wasser. In verschiedensten Erscheinungsformen. Sei es als Wasserfall oder Wellen oder das Meer als großes Ganzes. Mit den damit verbundenen Optionen, darin zu schwimmen, zu treiben oder zu ertrinken. Aspekte, die durch den weich fließenden Sound des Trios noch zusätzlich unterstrichen werden.

Mit "Loom" gelingt es Fear Of Men, die Erwartungshaltungen von Kritikern und Fans gleichermaßen zu erfüllen. Ein erfrischendes wie befremdendes Album einer Band, die die Gratwanderung zwischen bezaubernder Leichtigkeit und dunkler Melancholie mit Bravour meistert – ohne abzudriften oder unterzugehen. Bitte mehr davon!



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